Für den Traum vom Aufstieg: Paderborn umgeht mit einer Sondergenehmigung ein abendliches Spielverbot für die Relegation.
Paderborn im AusnahmezustandClub kämpft gegen Wolfsburg um den dritten Aufstieg

Immer am Anschlag: Paderborn-Trainer Ralf Kettemann (Archivbild).
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Der SC Paderborn hat für sein Relegations-Rückspiel eine Sondergenehmigung erhalten, um nach 22 Uhr spielen zu dürfen. Damit wird ein lokales Abendspielverbot umgangen, was die Hoffnung auf den dritten Bundesliga-Aufstieg des Vereins aufrechterhält. Der Zweitliga-Dritte trifft am Pfingstmontag um 20.30 Uhr auf den VfL Wolfsburg. Eine von Anwohnern durchgesetzte Lärmschutzauflage verbietet normalerweise Spiele zu dieser späten Stunde. Das erste Duell findet am Donnerstag (20.30 Uhr) in Wolfsburg statt.
Die Begeisterung in Paderborn im Vorfeld der Relegation ist groß. Zum Abschluss der Pressekonferenz am Mittwoch richtete Trainer Ralf Kettemann einen Appell in die Kamera: „Und denkt alle dran: am Donnerstag keine Schule und um 14 Uhr Feierabend in allen Betrieben!“
Personalsorgen vor Duell mit Favorit
Ungeachtet der positiven Stimmung sieht sich Paderborn in den beiden Partien als klarer Underdog. „Wolfsburg hat eine andere Qualität“, konstatierte Kettemann. Er ergänzte jedoch: „Im reinen Mann gegen Mann wird es für uns schwierig, aber für so ein Spiel gibt es Lösungen; es gibt immer Sachen, mit denen man einem Gegner wehtun kann.“
Die Situation für das Hinspiel wird durch den Ausfall von Mika Baur (21) erschwert. Der Verein muss auf einen seiner wichtigsten Mittelfeldakteure und Standardspezialisten verzichten. Eine Gelbsperre verhindert den Einsatz des Sohnes von Markus Baur, dem Handball-Weltmeister von 2007.
Dritter Anlauf auf die höchste Spielklasse
Obwohl Coach Kettemann die anstehenden Spiele als „Once-in-a-lifetime-Chance für Paderborn“ bezeichnete, ist es für den Klub bereits die dritte Möglichkeit, in die Bundesliga aufzusteigen. Erfolgreich war der Verein damit schon in den Jahren 2014 unter der Regie von André Breitenreiter sowie 2019 mit Trainer Steffen Baumgart.
Beide bisherigen Gastspiele in der obersten deutschen Fußballliga dauerten allerdings jeweils nur eine einzige Saison an. (dpa/red)
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