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Rahn ist wieder daRWE-Glücksbringer rechtzeitig zur Relegation zurück

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Rot-Weiss Essen

Essener Jubel nach dem Siegtreffer in der Nachspielzeit in Ulm am vergangenen Samstag. (Archivbild)

Nach dramatischem Finale kämpft RWE um den Aufstieg. Als Glücksbringer ist die Statue von Legende Helmut Rahn zurück.

Die Statue von Helmut Rahn ist wieder präsent. Rechtzeitig vor dem Relegations-Hinspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth wurde das instandgesetzte Denkmal des Weltmeister-Torschützen von 1954 wieder vor dem Stadion an der Hafenstraße aufgestellt. Zuvor hatten nicht identifizierte Personen die 130 Kilogramm wiegende Bronzefigur des im Jahr 2003 verschiedenen Meisterspielers von 1955 beschädigt, was eine Reparatur erforderlich machte. Der Glücksbringer ist nun für den Fußball-Drittligisten zurück.

Für Rot-Weiss Essen spielt die eigene Historie eine bedeutende Rolle. Die größten Triumphe des Klubs liegen weit zurück: 1953 sicherte sich RWE den DFB-Pokal, worauf 1955 die deutsche Meisterschaft folgte. Der Revierclub war zwischen 1966 und 1977 für insgesamt sieben Jahre in der Bundesliga aktiv und belegt in der ewigen Tabelle bis heute den 34. Platz. Mit 457 Pflichtspieleinsätzen ist Willi „Ente“ Lippens, der im vergangenen November seinen 80. Geburtstag beging, der Rekordspieler des Vereins.

Langer Weg zurück aus der fünften Liga

Im Verlauf des letzten halben Jahrhunderts pendelte der Verein jedoch hauptsächlich zwischen der zweiten und vierten Spielklasse. Ein Tiefpunkt wurde in der Saison 2010/11 erreicht, als nach einer Insolvenz und dem daraus resultierenden Zwangsabstieg ein kurzzeitiger Fall in die fünfte Liga erfolgte. Einer der damaligen Akteure bei RWE war Vincent Wagner, der als Trainer mit der SV Elversberg kürzlich den Aufstieg in die Bundesliga realisierte.

Vor vier Jahren gelang den Essenern die Rückkehr aus der vierten in die dritte Liga. Jetzt, 19 Jahre nach dem letzten Abstieg aus der zweithöchsten Spielklasse im Jahr 2007, besteht die Möglichkeit zur Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus.

Dramatisches Saisonfinale sichert Relegationsplatz

Der dritte Tabellenplatz wurde von RWE erst in einem dramatischen Finale am vergangenen Samstag erlangt. In der Nachspielzeit zog die Mannschaft tabellarisch am Reviernachbarn Duisburg vorbei. Essens Ben Hüsing markierte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer in Ulm, während Duisburg gegen Viktoria Köln nicht über ein Unentschieden hinauskam. Der Kapitän des MSV, Rasim Bulic, traf in der siebten Minute der Nachspielzeit sogar nur den Pfosten.

„Der Teamgeist und die besondere Energie, die gemeinsam mit den Fans entfaltet werden kann, waren in dieser Saison wichtige Faktoren und sollen auch in den Relegationsspielen eine entscheidende Rolle spielen“, ließ der Vorstand um den Vorsitzenden Marc-Nicolai Pfeifer in einer Vereinsmitteilung verlauten. Der 45-Jährige hat sein Amt seit Juli 2024 inne und war davor über dreieinhalb Jahre als Geschäftsführer für den TSV 1860 München tätig.

Trainer Koschinat warnt vor zu früher Euphorie

Trotz der großen Begeisterung unter den tausenden mitgereisten Anhängern mahnte RWE-Trainer Uwe Koschinat zur Zurückhaltung. „Unsere Fans haben es gefeiert, als hätten wir schon etwas in der Hand – aber meine Emotionalität ist gerade noch gar nicht so überbordend, denn die beiden großen Spiele als Finale dieser Saison stehen ja erst noch vor uns“, erklärte der Coach kurz nach dem Sieg.

Unter Koschinat, der seit Dezember 2024 im Amt ist, hat Essen eine bemerkenswerte Saison absolviert und die zweitbeste Offensive der dritten Liga gestellt. Die erfolgreichsten Torschützen des Teams sind Marek Janssen mit 14 Treffern und Torben Müsel mit elf. Im Tor steht Jakob Golz, der Sohn der Torhüter-Legende Richard Golz.

Das Rückspiel in Fürth ist für den kommenden Dienstag (20.30 Uhr) angesetzt. Um sich eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten, hoffen die Essener am Freitag auf zahlreiche Treffer – und damit auf ihre spezielle Torhymne. Der Song „Oh RWE“ wurde 1999 von der schwedischen Schlagersängerin Siw Malmkvist in Anlehnung an ihren 70er-Jahre-Hit „Adiole“ eigens für den Verein aufgenommen. Die historische Prägung des Klubs zeigt sich somit auch musikalisch. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.