Der FC Bayern feiert die Rekord-Meisterschaft, doch das Team um Trainer Kompany will mehr: den Sieg im DFB-Pokal.
Meister-Gala gegen KölnBayern feiert Rekord-Titel und blickt schon auf das Pokalfinale

Bayern-Trainer Vincent Kompany bekommt eine Bierdusche von Abwehrspieler Dayot Upamecano.
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Im Anschluss an den 5:1 (3:1)-Sieg über den 1. FC Köln, der die Rekord-Meisterschaft besiegelte, gab Trainer Vincent Kompany seinen Spielern grünes Licht für ausgiebige Feierlichkeiten. Sowohl im Stadion, auf dem Nockherberg als auch auf dem Rathausbalkon in München befand sich der Coach in bester Stimmung. Den obligatorischen Bierduschen durch seine Mannschaft konnte er sich dabei nicht entziehen.
Die Bezeichnung als „Feierbiest“ wies Kompany jedoch von sich. „Feierbiest? Nein, bin ich nicht, wenn wir ein Ranking machen“, sagte der 40-jährige Belgier. Er habe dem Starensemble aus München aber verdeutlicht, wie bedeutsam es sei, die Früchte harter Arbeit auch zu zelebrieren. Laut eigener Aussage agiert Kompany dabei als Initiator, „damit es anfängt. Ich bin dann ein bisschen früher im Bett als die anderen.“
„Ab Montag den Knopf wieder umdrehen“
Ungeachtet der Feierlaune ist der Fokus schon auf das nächste große Ziel gerichtet. Nachdem das Endspiel der Champions League nur knapp verfehlt wurde, soll die Saison mit dem Sieg im DFB-Pokal abgerundet werden. „Es ist wichtig, dass wir diese Titel schätzen und feiern“, äußerte der Trainer. „Und ab Montag müssen wir den Knopf wieder umdrehen. Ich glaube, dass die Jungs wissen, was dann die nächste Aufgabe ist.“ Am folgenden Samstag steht für den FC Bayern in Berlin das Finale gegen den amtierenden Pokalsieger VfB Stuttgart an.
Auch Harry Kane, mit 32 Jahren erneut Torschützenkönig, zeigt sich erfolgshungrig. „Es war eine fantastische Bundesliga-Saison. Und nun wollen wir noch den deutschen Cup“, verkündete der Engländer. Mit seinen 36 Saisontoren sicherte er sich zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung des Fachmagazins „Kicker“. „Es ist eine Auszeichnung für all die harte Arbeit. Danke auch an die Kollegen“, kommentierte Kane.
Kane in Bestform für das Pokalfinale
In der Partie gegen den 1. FC Köln in der Allianz Arena demonstrierte Kane seine herausragende Verfassung für das bevorstehende Pokalendspiel. Dem Stürmer gelang sein elfter Hattrick in der Bundesliga. Seine Tore erzielte er per Volleyschuss zum 1:0, durch einen direkten Freistoß zum 2:0 und mit einem Weitschuss zum 4:1. Die übrigen Treffer für die Münchner steuerten Tom Bischof sowie Leihspieler Nicolas Jackson bei.
Für Jackson war es das letzte Heimspiel im Trikot der Bayern, ebenso wie für Nationalspieler Leon Goretzka und Raphaël Guerreiro. Die Vereinsführung verabschiedete die drei Akteure offiziell vor dem Spielbeginn.
Sportvorstand Eberl rühmt die Bayern-Gemeinschaft
Sportvorstand Max Eberl hob den Zusammenhalt im Team hervor: „Wir haben eine großartige Gemeinschaft“. Er lobte die Meistermannschaft, die sich von Kapitän Manuel Neuer (40) über den von der DFL zum Spieler der Saison gekürten Michael Olise (23) bis hin zur 18-jährigen Entdeckung Lennart Karl erstreckt. Über die Saison mit 122 Toren sagte Kane: „Wann immer du bei Bayern München Rekorde brichst, bedeutet es, dass du etwas Spezielles geschafft hast“.
Die Überlegenheit der Bayern in der vergangenen Spielzeit war unverkennbar: Der Rekordmeister führte die Tabelle vom ersten bis zum letzten Spieltag an. Die Mannschaft sammelte 89 Punkte und hatte damit einen Vorsprung von 16 Zählern auf den Zweitplatzierten Borussia Dortmund. „Wir haben die Liga dominiert“, fasste Torwart Neuer zusammen.
Neuers Wade: „Wollte kein Risiko eingehen“
Neuer selbst musste im Spiel gegen Köln nach 60 Minuten ausgewechselt werden. Als Grund nannte er Schmerzen in der Wade. „Ich wollte mit Blick auf nächste Woche kein Risiko eingehen“, erläuterte der Torhüter mit Verweis auf das Pokalfinale und eine eventuelle Nominierung für die WM durch Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Bei der anschließenden Meisterfeier übergab Neuer, der am Vortag seinen Vertrag bis 2027 verlängert hatte, die Meisterschale an Leon Goretzka (31). Dieser hatte somit die Ehre, die Trophäe bei seinem Abschieds-Heimspiel nach acht Jahren als Erster in den Konfettiregen zu stemmen. „Es war ein runder Abschied. Viele Erinnerungen kamen noch einmal hoch. Ich bin in erster Linie dankbar“, äußerte sich Goretzka, der seine Zeit bei den Bayern nun ebenfalls mit einem Pokalsieg in Berlin abschließen möchte. (dpa/red)
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