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Zoff um WM-KaderMatthäus und Lahm kritisieren Termin vor Pokalfinale

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Lothar Matthäus

Lothar Matthäus hat Kritik an der Nominierung der Nationalmannschaft geübt. (Archivbild)

Die Weltmeister-Kapitäne Lahm und Matthäus kritisieren den Zeitpunkt der WM-Kader-Nominierung kurz vor dem Pokalfinale.

Der Termin für die Verkündung des deutschen WM-Aufgebots am 21. Mai sorgt für Kritik von den Weltmeister-Kapitänen Lothar Matthäus und Philipp Lahm. Ihre Bedenken teilten die beiden in einem gemeinsamen Interview mit, das im WM-Sonderheft der „Sport Bild“ erschien.

„Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?“, monierte der 65-jährige Matthäus. Er bezog sich dabei auf das Finale im DFB-Pokal zwischen Stuttgart und Bayern, welches lediglich zwei Tage nach der anvisierten Kaderbekanntgabe ausgetragen wird.

Lahm: Mögliche Belastung für Spieler durch Enttäuschung

Philipp Lahm (42), der Kapitän der Weltmeister-Elf von 2014, schließt sich der Einschätzung des Rekordnationalspielers an. Eine ausbleibende Berufung könnte seiner Befürchtung nach bei manchen Akteuren erhebliche Enttäuschung hervorrufen, was wiederum ihre Leistung im Endspiel beeinträchtigen könnte. „Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern“, erläuterte Lahm seine Position.

Matthäus: Zeitpunkt psychologisch unklug gewählt

Nationaltrainer Julian Nagelsmann hatte die Bekanntgabe des 26-köpfigen Aufgebots für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zunächst für den 12. Mai angesetzt. Später wurde der Termin auf den 21. Mai verschoben. Als Begründung für diese Änderung wurde genannt, dass der DFB-Trainer den letzten Spieltag der Bundesliga abwarten möchte, um finale Eindrücke von möglichen WM-Kandidaten zu gewinnen.

„Ich finde das psychologisch auf jeden Fall nicht unbedingt gut terminiert“, bekräftigte Matthäus. Er plädiert dafür, die Nominierung erst nach dem Pokalendspiel am 24. Mai zu vollziehen. „Die Festlegung der Termine sollte sich auch ein bisschen nach dem Spielplan der Vereine richten, die Nationalspieler haben und an dem Tag oder einen Tag später ein wichtiges Spiel haben. Diese Terminierung, die stört mich schon seit langer Zeit.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.