Eine Ära endet in der Frauen-Bundesliga: Die SGS Essen steigt nach 22 Jahren ab und verlässt als letzter reiner Frauen-Club die Liga.
Abstieg nach 22 JahrenLetzter reiner Frauenfußball-Verein verlässt die Bundesliga

Die Wege trennen sich: In der Liga werden Lena Ostermeier (r) und die SGS Essen nicht mehr auf Bayerns Pernille Harder treffen. (Archivbild)
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Für die SGS Essen ist der Abstieg aus Deutschlands höchster Spielklasse besiegelt, womit der letzte ausschließlich auf Frauenfußball ausgerichtete Club die Liga verlässt. Eine Ära von 22 Jahren in der obersten Spielklasse endet für die Mannschaft von Trainerin Heleen Jaques. Das 1:1 (0:0) am finalen Spieltag im Duell mit dem SC Freiburg war nicht ausreichend für den Klassenerhalt.
Den Führungstreffer für Essen markierte Beke Sterner in der 71. Minute, jedoch gelang Svenja Fölmli der Ausgleichstreffer wenige Minuten vor dem Abpfiff (86.). Selbst ein Sieg hätte die Position als Tabellenvorletzter für die Essenerinnen nicht mehr abwenden können. Zusammen mit Essen steigt auch der Tabellenletzte Carl Zeiss Jena ab.
Neue Aufsteiger in der höchsten Spielklasse
Die Aufstiegsplätze aus der zweiten Liga sichern sich Meister VfB Stuttgart sowie der Vizemeister Mainz 05. Die Mannschaft aus Mainz feiert damit ihre Premiere in der Frauen-Bundesliga.
Mit 17 Toren ging die Torjägerkanone an Larissa Mühlhaus von Werder Bremen. Sie setzte sich in einer Spielzeit durch, die maßgeblich vom Titelträger FC Bayern geprägt war. Auf den nachfolgenden Plätzen rangieren Selina Cerci (TSG Hoffenheim) und Pernille Harder (FC Bayern), die beide 16 Treffer erzielten.

Werders Larissa Mühlhaus kürt sich zur Torschützenkönigin. (Archivbild)
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Reaktion des Verbands auf Essens Abstieg
Im Rahmen eines Pressetermins drückte Heike Ullrich, die als DFB-Vizepräsidentin für den Mädchen- und Frauenfußball zuständig ist, ihr Bedauern aus. Ullrich konstatierte: „Ich habe eine unheimliche Hochachtung vor dem, was Essen hier geleistet hat“.
Der Verein habe jungen Talenten frühzeitig Verantwortung übergeben und trotz eines geringeren Budgets „hervorragende Arbeit“ geleistet. Für die Karrieren zahlreicher Nationalspielerinnen, darunter Lena Oberdorf, Lea Schüller und Linda Dallmann, war die Zeit in Essen prägend.
Laut Ullrich ist der Abstieg eine Konsequenz der fortschreitenden Professionalisierung im Frauenfußball. „Die Investments der anderen Clubs und der Lizenzvereine sind solchen Strukturen wie der SGS Essen ein bisschen überlegen“, erläuterte die DFB-Vizepräsidentin. (dpa/red)
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