Elversberg steigt historisch in die Bundesliga auf. Paderborn spielt Relegation, während Düsseldorf direkt absteigt.
Aufstieg und AbsturzElversberg steigt auf, Fortuna Düsseldorf muss in die 3. Liga

Conté trifft zum vorentscheidenden 2:0.
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Die SV Elversberg krönt eine starke Saison mit dem direkten Aufstieg. Paderborn kämpft in der Relegation, während Düsseldorf den Gang in die 3. Liga antreten muss.
Die SV Elversberg hat den erstmaligen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft. Damit endet für das Saarland eine 33-jährige Abwesenheit in der höchsten Spielklasse. Die Mannschaft unter der Leitung von Vincent Wagner sicherte sich den Erfolg durch einen überzeugenden 3:0 (2:0)-Sieg gegen Preußen Münster am 34. Spieltag der zweiten Liga. Dieser Triumph gelang ein Jahr, nachdem das Team in der Relegation schmerzhaft am 1. FC Heidenheim gescheitert war. Der FC Schalke 04 war bereits im Vorfeld als Meister der zweiten Liga und Aufsteiger bestätigt worden.
Paderborn sichert sich Relegationsplatz
Der SC Paderborn hat seine Aufstiegschance gewahrt. Der Club meisterte seine Aufgabe mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg beim SV Darmstadt 98 und nutzte gleichzeitig einen Fehler von Hannover 96. Paderborn belegt somit den dritten Rang und tritt in zwei Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg an, der die Saison in der ersten Liga auf dem 16. Tabellenplatz beendete. Das erste Aufeinandertreffen ist für kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) in Wolfsburg angesetzt, während die finale Partie am 25. Mai in Paderborn ausgetragen wird.
Unter den Zuschauern am Sonntag befanden sich auch VfL-Trainer Dieter Hecking sowie der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Die Anwesenheit des früheren Spitzenpolitikers brachte den Niedersachsen jedoch kein Glück. Nach einem späten Gegentreffer in der Endphase der Partie erreichte Hannover nur ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg.

Sah bei seinem Herzensclub zu: Ex-Kanzler Schröder.
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Abstiegskampf: Düsseldorf muss in die 3. Liga
Fortuna Düsseldorf muss den Abstieg in die 3. Liga hinnehmen. In der entscheidenden Begegnung unterlagen die Rheinländer auswärts bei Greuther Fürth mit 0:3 (0:3), wodurch sie ihren Punktevorsprung auf die fränkische Mannschaft verloren. Für Greuther Fürth stehen nun die Relegationsspiele gegen Rot-Weiss Essen am Freitag und am 26. Mai an. Eintracht Braunschweig sicherte sich den Klassenerhalt, obwohl das Team bei Meister FC Schalke 04 eine 0:1-Niederlage erlitt.
Auch Arminia Bielefeld hat den Klassenerhalt erreicht. Nach einem 0:1-Rückstand gelang der Mannschaft ein beeindruckender 6:1-Sieg gegen Hertha BSC. Der Pokalfinalist des Vorjahres war im Laufe des Spiels vorübergehend auf den 17. Tabellenplatz gefallen. Weder Dynamo Dresden noch der 1. FC Magdeburg waren im weiteren Verlauf des Spieltags abstiegsgefährdet.

Duell im Keller: Fürth gegen Düsseldorf.
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Kleiner Ort, große Bühne: Elversberg im Oberhaus
Während zahlreiche Traditionsvereine den Abstieg in die sportliche Irrelevanz fürchten, wird der kleine Ort Elversberg ab August zum ersten Mal in der höchsten Spielklasse vertreten sein. Der Verein kann sich auf Ligaspiele gegen renommierte Gegner wie den FC Bayern oder Borussia Dortmund freuen. Die Gemeinde, die 15 Kilometer nordöstlich von Saarbrücken liegt und nur 13.000 Einwohner zählt, stellt damit den vielleicht außergewöhnlichsten Verein in der Historie der Bundesliga.
Zu Beginn der Saison übernahm Trainer Wagner das Amt von Horst Steffen. Er sorgte für Aufsehen, indem er sich zu Beginn seiner Tätigkeit die Haare nicht schneiden ließ, bis sein Team erstmals verlor. Vor dem souverän gewonnenen letzten Spiel gegen Münster wurde auf eine vergleichbare Wette verzichtet. „Es gibt keine speziellen Wetten für heute“, erklärte Wagner gegenüber Sky.
Die SVE spielte bis zum Schluss an der Spitze mit, obwohl der Verein vor der Saison wichtige Spieler sowie den Trainer abgeben musste, und machte dieses Mal den entscheidenden Schritt. Im vergangenen Jahr war Elversberg dieser Erfolg gegen Heidenheim, das nun direkt abgestiegen ist, noch nicht gelungen. Im Spiel gegen Münster brachten Bambasé Conté und David Mokwa als zweifacher Torschütze die Anhänger von Elversberg bereits innerhalb der ersten 15 Minuten zum Feiern. (dpa/red)
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