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„Ein kleines Wunder“Ex-Boss Fritz Keller über Freiburgs Weg ins Europa-Finale

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Fritz Keller

Keller glaubt an ein kleines Wunder des SC Freiburg im Europa-League-Finale (Archivbild)

Ex-Vereinschef Fritz Keller bezeichnet Freiburgs Weg ins Europa-League-Finale als „kleines Wunder“.

Fritz Keller, der frühere Vereinschef und einstige DFB-Präsident, bezeichnet den Werdegang des SC Freiburg bis ins Endspiel eines europäischen Wettbewerbs als «ein kleines Wunder». Der 69-Jährige teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, er habe es nie für denkbar gehalten, dass der Verein um den zweitwichtigsten kontinentalen Pokal spielen würde.

«Als wir am Anfang in die Bundesliga kamen, haben manche geschrieben, sie hätten gedacht, Freiburg spiele in der Schweizer Liga mit», erinnerte sich Keller. Er leitete den Verein aus dem Breisgau von 2010 bis 2019 und hatte danach das Präsidentenamt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) inne.

Kontinuierliche Entwicklung als Erfolgsrezept

Der erstmalige Aufstieg des SC in die Fußball-Bundesliga liegt 33 Jahre zurück und wurde damals trotz begrenzter finanzieller Ressourcen erreicht. Am kommenden Mittwoch steht für den inzwischen enorm gewachsenen Verein das Finale der Europa League in Istanbul an, wo er auf den englischen Favoriten Aston Villa trifft (21.00 Uhr/RTL).

Fritz Keller, Oliver Leki und Jochen Saier

Ex-Vereinspräsident Fritz Keller lobt die Freiburger Führungsriege. (Archivbild)

«Das ist jetzt einfach ein Traum. Aber der SC hat immer einen Schritt nach dem nächsten gemacht hat und nach vorn gedacht», sagte Keller und zollte der Vereinsführung um Sportvorstand Jochen Saier und Finanzvorstand Oliver Leki Respekt. «Im Fußball gewinnt also nicht immer nur das große Kapital. Ohne Moos ist nichts los, keine Frage. Aber man kann sich, wenn man geduldig ist und nicht nur von Spiel zu Spiel denkt, sondern nachhaltig denkt, entwickeln.»

Langfristiges Denken statt kurzfristiger Ziele

Ein Vorzug des Vereins sei, dass die seit Jahren kooperierende Führungsriege in Generationen plane, anstatt nur in Saisons. «Das ist meistens das Tödliche, wenn Verantwortliche sagen, dass in der Zeit, in der sie da sind, der große Erfolg sein muss. Dann wird noch mal Geld nachgeschossen und Geld zum Fenster rausgeschmissen. Das wurde beim SC nie gemacht», erläuterte Keller.

SC Freiburg

Frenetisch feierten Spieler und Fans gemeinsam den Finaleinzug. (Archivbild).

Der ehemalige Clubchef blickt dem wichtigen Spiel im Besiktas-Stadion trotz der Außenseiterrolle zuversichtlich entgegen. «Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft alles raushaut. Das wäre natürlich eine neue Dimension», so Keller, der die Begegnung live im Stadion verfolgen will. Sorgen, dass der Verein in «Größenwahn» verfallen könnte, habe er nicht, betonte der frühere Präsident. «Selbst, wenn wir das Spiel verlieren würden, ist schon Großes geleistet worden.» (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.