Der SC Freiburg steht vor dem größten Spiel seiner Geschichte. Der Weg vom Aufsteiger bis ins Finale der Europa League.
Freiburgs historische ReiseDie Meilensteine des SC vor dem Europa-League-Finale

Erst seit zwei Jahren SC-Cheftrainer: Julian Schuster. (Archivbild)
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Für den SC Freiburg steht die bedeutendste Begegnung der Vereinsgeschichte bevor. Am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) tritt die Mannschaft aus Baden in Istanbul gegen den Favoriten Aston Villa an, um den Titel in der Europa League zu gewinnen. Der Weg vom einstigen Bundesliga-Aufsteiger zum möglichen internationalen Champion wird durch wichtige Etappen der Club-Historie nachgezeichnet.
Die erstmalige Qualifikation für die Bundesliga
Unter der Leitung von Trainer Volker Finke schaffte der Sport-Club im Jahr 1993 zum ersten Mal den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Lediglich zwei Jahre darauf sicherten sich die Breisgauer überraschend den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga, was die Teilnahme am UEFA-Cup, dem Vorläufer der Europa League, bedeutete. Das internationale Abenteuer endete jedoch bereits in der ersten Runde gegen den tschechischen Club Slavia Prag.

Trainierte den SC von 1991 bis 2007: Volker Finke. (Archivbild)
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Ende der Ära Finke nach 16 Dienstjahren
Dem ersten Abstieg aus der Bundesliga im Jahr 1997 folgten unter der Regie von Finke zwei weitere in den Jahren 2002 und 2005. Die Amtszeit des aus Niedersachsen stammenden Trainers endete im Sommer 2007 nach einer Dauer von 16 Jahren. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Zeit der zahlreichen georgischen Spieler, der „Wilis“, sowie Finkes Strandkorb an der Seitenlinie. Als sein Nachfolger wurde Robin Dutt vorgestellt.
Der Verlust des langjährigen Präsidenten
Achim Stocker verstarb am 1. November 2009 im Alter von 74 Jahren. Als Präsident hatte er den SC über 30 Jahre lang maßgeblich geprägt. Ihm gelang es, den Verein trotz knapper finanzieller Ressourcen aus dem Amateurbereich in die Bundesliga zu führen. Die Nachfolge trat Fritz Keller an, der später Präsident des DFB wurde.
Christian Streich wird Cheftrainer
Zur Winterpause der Saison 2011/2012 übernahm Christian Streich, der lange als Nachwuchstrainer tätig war, das Amt des Cheftrainers von Marcus Sorg. Damals war nicht absehbar, dass dies den Beginn einer äußerst erfolgreichen und prägenden Phase für den Verein markieren würde.
2015 stieg die Mannschaft unter Streichs Führung zwar ab, doch der Verein hielt an ihm fest, was zum direkten Wiederaufstieg führte. Der Trainer avancierte im Laufe der Zeit zu einer Kultfigur des deutschen Fußballs.
Die neue Heimspielstätte
Nach über sechs Jahrzehnten im traditionsreichen Dreisamstadion, das für sein Spielfeld mit Gefälle bekannt war, bezogen die Freiburger eine neue, zeitgemäße Arena. Ihre Heimspiele finden seit Oktober 2021 im Europa-Park-Stadion statt, das eine Kapazität von fast 35.000 Zuschauern hat. Dieser Wechsel eröffnete dem Club erheblich bessere Vermarktungschancen und führte zu einem finanziellen Aufschwung.
Erste Finalteilnahme im DFB-Pokal
Im Jahr 2022 zog der SC Freiburg zum ersten Mal in das Finale des DFB-Pokals in Berlin ein. Tausende Anhänger reisten zur Unterstützung in die Hauptstadt. Das Endspiel wurde zwar im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig verloren, doch Trainer Streich und die Mannschaft zeigten sich sehr stolz auf die erreichte Leistung.

Eine Kultfigur über den Fußball hinaus: Christian Streich. (Archivbild)
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Trainerwechsel von Streich zu Schuster
Christian Streich beendete im Sommer 2024 seine Tätigkeit nach beinahe 30 Jahren Vereinszugehörigkeit, davon zwölfeinhalb Jahren als Cheftrainer der Profis. Der aus Südbaden stammende Coach übergab sein Amt an Julian Schuster, seinen früheren Kapitän und Verbindungstrainer. In dessen erster Spielzeit verfehlte der Verein nur knapp die erstmalige Qualifikation für die Champions League. (dpa/red)
Premiere im europäischen Finale
Der SC Freiburg zählt mittlerweile zur erweiterten Spitze. Nachdem die internationalen Teilnahmen sowohl 2023 gegen Juventus Turin als auch 2024 gegen West Ham United jeweils im Achtelfinale endeten, gelang nun der Vorstoß bis ins Endspiel der Europa League. Der Erfolg im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga löste große Freude aus. Die laufende Spielzeit hat sich damit bereits einen besonderen Platz in der Vereinschronik gesichert.
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