Die DFB-Frauen können in Köln das WM-Ticket lösen. Doch vor dem wichtigen Spiel gegen Norwegen plagen das Team große Personalsorgen.
WM-Endspiel in KölnDFB-Frauen gegen Norwegen mit großen Personalsorgen

Rückkehrerin: Klara Bühl dürfte dem DFB-Team Auftrieb geben. (Archivbild)
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Die deutsche Frauen-Nationalelf kann in Köln das Ticket für die WM 2027 buchen. Zahlreiche Ausfälle erschweren die Aufgabe gegen Norwegen jedoch erheblich.
Für Bundestrainer Christian Wück steht viel auf dem Spiel. Sein Team muss er vor dem wegweisenden WM-Qualifikationsspiel am Freitag (20.35 Uhr/ARD) in Köln gegen Norwegen personell stark verändern. Die Ausgangslage gestaltet sich schwieriger, als der deutliche 4:0-Erfolg im ersten Aufeinandertreffen es andeutet, denn wichtige Spielerinnen fallen aus: Die Spielführerin ist verletzt, die zentrale Verteidigerin gesperrt und die etatmäßige Torfrau nicht vollends fit.
Im deutschen Team herrscht Einigkeit über die enorme Bedeutung des Spiels, das vor etwa 30.000 erwarteten Fans stattfinden wird. Verteidigerin Kathrin Hendrich unterstrich dies: „Wir haben alle viel vor, wir haben alle ein Ziel“. Auch Trainer Wück hob die Relevanz hervor: „Dieses Spiel gegen Norwegen wird ein ganz wichtiges Spiel für uns werden“, äußerte er, „nicht nur für die Qualifikation, sondern auch für unser Gefühl, wie wir in die nächsten Wochen und Monate reingehen.“
Direkte WM-Teilnahme nur für Gruppenersten
Die DFB-Auswahl führt die Gruppe A4 nach dem torlosen Unentschieden in Österreich Mitte April mit einem Zähler Vorsprung auf Norwegen an. Ein Sieg im Heimspiel würde die Fahrkarte zur WM 2027 in Brasilien sichern, weil der Erstplatzierte der Gruppe sich direkt qualifiziert. Wück zeigt sich zuversichtlich: „Ich glaube schon, dass wir die Qualität auf dem Platz haben, um auch wieder ein Spiel gegen Norwegen gewinnen zu können.“
Sollte die Begegnung mit einem Remis enden, hätte die deutsche Mannschaft am folgenden Dienstag in Slowenien im finalen Gruppenspiel die Chance, die Qualifikation zu besiegeln. Eine Niederlage würde hingegen bedeuten, dass Norwegen die Tabellenführung übernimmt und Deutschland ab Oktober den schwierigen Weg über die Playoffs gehen müsste. „Das ist natürlich gerade nicht in unseren Köpfen“, erklärte Sophia Kleinherne, die nach der EM des Vorjahres ihre Rückkehr in den Kader feiert. Die Mannschaft habe den „klaren Anspruch“ und die nötige Klasse, „dass wir es am Freitag fix machen wollen“.
Zahlreiche Ausfälle schwächen das deutsche Team
Allerdings muss Wück in der Domstadt den Verzicht auf erhebliche spielerische Klasse verkraften. Mit Spielführerin Giulia Gwinn sowie Franziska Kett fallen beide Außenverteidigerinnen des Double-Gewinners FC Bayern verletzungsbedingt aus. Janina Minge vom VfL Wolfsburg, die Abwehrorganisatorin und stellvertretende Kapitänin, fehlt aufgrund einer Rotsperre. Überdies kann die Angreiferin Nicole Anyomi aus Frankfurt wegen einer Verletzung nicht mitwirken.
Auch die Verfügbarkeit von Torfrau Ann-Katrin Berger (35) ist ungewiss, nachdem sie sich am 20. Mai eine Verletzung im Bauchbereich zugezogen hatte. „Ich habe Schmerzen. Manche Schmerzen sind aber aushaltbar, das versuchen wir gerade auszutesten, wie weit wir gehen können“, teilte die 35-Jährige am Dienstag mit. Es sei offen, ob ein Einsatz gegen Norwegen möglich ist. Als Ersatzoptionen sind Stina Johannes vom VfL Wolfsburg und Ena Mahmutovic, die Torhüterin von Bayern, verfügbar.
Ein Lichtblick für Wück ist die Rückkehr von Bayerns Flügelstürmerin Klara Bühl. Gleichzeitig muss Norwegen ohne seine effektivste Angreiferin, die ehemalige Weltfußballerin Ada Hegerberg, auskommen. Der Bundestrainer merkte an, dass seine Mannschaft im ersten Duell die Treffer im passenden Moment erzielt habe. „Das ist ja so eine Fähigkeit, die Spiele entscheiden kann.“ Diese Eigenschaft könnte im aktuellen Fall über die Qualifikation für die nächste Weltmeisterschaft entscheiden. (dpa/red)
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