Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin zieht im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Lose.
Auslosung im DFB-PokalViktoria Köln träumt vom Duell mit 1. FC Köln

Leonhard Münst (l.) ist einer der Speler von Viktoria Köln, der bei der Konkurrenz begehrt ist.
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Obwohl die alte Saison erst vor einigen Tagen zu Ende ging, wird es am Samstag zum ersten Mal richtig spannend mit Blick auf die neue Spielzeit: Im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund wird die erste Runde des DFB-Pokals 2026/27 ausgelost (18 Uhr/ARD).
Mit dabei ist dank des Derby-Finalerfolgs im Mittelrheinpokal über die Fortuna auch der FC Viktoria Köln. Der Höhenberger Drittligist hofft auf ein gutes Händchen von Losfee Deniz Aytekin, dem ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter. Die Viktoria-Delegation besteht aus Sportvorstand Franz Wunderlich und Vize-Präsident Markus Buchcik.
Ich wünsche mir schon seit Jahren den 1. FC Köln. Was Schöneres kann es in Köln nicht geben, als den FC als Pokalgegner zu ziehen. Ich würde mich sehr freuen
Trainer Marian Wilhelm hatte bereits nach dem Mittelrheinpokalerfolg seinen Wunsch geäußert: „Man geht da immer etwas defensiv ran. Aber ich wünsche mir schon seit Jahren den 1. FC Köln. Was Schöneres kann es in Köln nicht geben, als den FC als Pokalgegner zu ziehen. Ich bin ja jetzt schon seit 17 Jahren dabei – bislang haben wir den FC noch nicht gezogen. Ich würde mich sehr freuen.“
Klubchef Wunderlich, den ebenfalls viel mit dem FC verbindet, würde sich sicher anschließen. Valentin Schäfer, Viktorias Sportlicher Leiter, könnte sich als gebürtiger Berliner mit Duellen mit der Hertha oder Union anfreunden.
Im vergangenen Jahr gab es in der ersten Pokalrunde ein 1:3 gegen den SC Paderborn, der spätere Bundesliga-Aufsteiger lag bereits nach acht Minuten mit 2:0 vorne. Für die neue Saison peilt die Viktoria etwas mehr Spannung an – und womöglich einen namhafteren Gegner. Sollte tatsächlich der 1. FC Köln gezogen werden, würden die Höhenberger wohl über einen Umzug nach Müngersdorf nachdenken. Gleiches gilt für Duelle mit den Bayern, Borussia Dortmund oder Schalke 04.
Die erste Pokalrunde wird zwischen dem 21. und 24. August ausgetragen. Nur Spiele gegen München oder den BVB finden aufgrund des Supercups am 1. und 2. September statt.
Bis dahin wartet bei der Kaderplanung noch eine Menge Arbeit auf die sportliche Führung der Viktoria. Hier ist Sportchef Schäfer federführend. Der 31-Jährige führt unentwegt Spielergespräche – auch während seines Kurztrips nach Nordfrankreich am verlängerten Wochenende. „Wir sind bei allen offenen Positionen in konkreten Gesprächen“, berichtet Schäfer. „Am Ende müssen wir gucken, ob die Spieler die gleichen Ideen wie wir haben.“
Nach Informationen dieser Zeitung soll Einigkeit mit zwei Profis bestehen, einem Defensivallrounder und einer Offensivkraft. Die Verpflichtung der beiden Zugänge soll in den nächsten Tagen offiziell verkündet werden. Auch erhoffen sich die Viktoria-Verantwortlichen in Kürze Klarheit über die Zukunft von Lars Dietz. Der Vertrag des Vize-Kapitäns läuft aus. Der Klub will den Innenverteidiger halten – die Entscheidung des 29-Jährigen, der seit 2022 in Köln spielt, steht noch aus.
In Eric Gueye und Niklas Jahn stehen zwei Zugänge von Viktoria Köln fest
Sollte sich Dietz gegen die Viktoria entscheiden, gäbe es im Abwehrzentrum ein großes Loch zu stopfen. Bislang stehen in Eric Gueye (Rot-Weiß Oberhausen) und Niklas Jahn (VfL Bochum) zwei externe Zugänge fest, dazu kommen die beiden Neuen, die in Kürze verkündet werden sollen. Drei bis vier weitere werden in jedem Fall folgen – die Viktoria hatte sich am Saisonende von insgesamt neun Profis verabschiedet.
Entsprechend wird der Kader wohl etwas kleiner ausfallen als in der vergangenen Spielzeit. Fast sicher ist zudem, dass noch der eine oder andere Leistungsträger von höherklassigen und finanzstärkeren Klubs abgeworben wird. Vor allem Leonhard Münst und Tim Kloss sind heißbegehrt. „Ich denke nicht, dass alle Spieler mit Vertrag am Ende der Transferperiode noch bei uns sein werden“, sagt Schäfer. Doch soll der Umbruch nicht so umfassend werden wie 2025/26. „Ziel ist, dass wir nicht alle verlieren. Wir hoffen, dass wir einige der Jungs noch weiterentwickeln können.“
