Mittelfeldspieler Georg Strauch und Angreifer Hamadi Al Ghaddioui verlängern ihre Verträge beim Südstadtklub.
Nach Drittliga-AufstiegDiese zwei Leistungsträger bleiben bei Fortuna Köln

Hamadi Al-Ghaddioui war in der vergangenen Saison zweitbester Torschütze von Fortuna Köln.
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Der SC Fortuna Köln befindet sich zwischen Ausnahmezustand und Aufbruch. Vor einer Woche hat der Traditionsverein aus dem Kölner Süden die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga West perfekt gemacht und sie in vollen Zügen genossen. Zu Wochenbeginn ebbten die Feierlichkeiten beim Drittliga-Aufsteiger dann ab. Die Zollstocker kehrten ins Tagesgeschäft zurück, nahmen das letzte Punktspiel bei den SF Lotte am Samstag, das Pokalfinale bei Viktoria Köln vor Pfingsten und die Zusammenstellung der Mannschaft für 2026/27 in Angriff.
Ich bin happy, dass ich ein weiteres Jahr Teil der Fortuna bin
„Endlich spielen wir wieder deutschlandweit“, sagte Georg Strauch nach Fortunas Rückkehr in den Profifußball. Der 25-jährige Mittelfeldmotor war vor der Saison aus der U 21 des 1. FC Köln an die Vorgebirgsstraße gekommen. Jetzt, da das große Ziel erreicht ist, verlängerte er seinen auslaufenden Vertrag und freut sich auf die neue Herausforderung. Auch für den Schützen des goldenen Tores zum 2:1 gegen Siegen, Hamadi Al Ghaddioui, war der Sprung in die Dritte Liga gleichbedeutend mit einer Ausweitung seines Arbeitspapiers. „Ich bin happy, dass ich ein weiteres Jahr Teil der Fortuna bin“, sagte der 35-jährige Stürmer.
Mit elf Toren in 30 Spielen ist der gebürtige Bonner zweitbester Schütze im Team – nach Enzo Wirtz mit 14 Treffern. Trotz seiner höherklassigen Erfahrung bleibt abzuwarten, ob der Routinier in einer Liga mit Kalibern wie Hansa Rostock, dem SC Verl oder 1860 München ähnlich dominant aufspielen kann.
Um sich in der Dritten Liga zu etablieren, muss die Mannschaft auf ein sportlich höheres Niveau gebracht werden. Bis auf die Torhüter-Situation mit Lennart Winkler (22) als klarer Nummer eins und dem noch jüngeren Herausforderer Lennart Stollenwerk (20), herrscht in allen Mannschaftsteilen Nachbesserungsbedarf.
Dazu könnten einige Kaderplätze frei werden. Schließlich dürften Spieler aus der zweiten Reihe eine Luftveränderung anstreben und mehrere Aufstiegshelden Begehrlichkeiten geweckt haben: Ob Shootingstar Max Fischer (24) die Fortuna-Abwehr über den Sommer hinaus stabilisieren wird, bleibt abzuwarten. Im Mittelfeld wird Adrian Stanilewicz (26) auch die Scouts höherklassiger Klubs auf sich aufmerksam gemacht haben.
Tom Geerkens fehlt Fortuna Köln bei den Sportfreunden Lotte nach der 15. gelben Karte
Die Verlautbarungen, dass 95 Prozent des Kaders auch in der kommenden Saison vertraglich gebunden sind, schließen einen mittelgroßen Umbruch indes nicht aus. Schließlich müssen die Kölner als Drittligist die DFB-Regel mit vier U 23-Fußballern erfüllen. Schon in der Vergangenheit wurden hochtalentierte Spieler aus den NLZs des 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, SC Paderborn oder VfL Bochum in die Profimannschaft geholt.
Diesen Weg könnten die Zollstocker weiterverfolgen. Bevor weitere Personalentscheidungen fallen, soll am Samstag (14 Uhr) am Lotter Kreuz die Generalprobe für das Pokalfinale steigen. Bei den SF Lotte wird Tom Geerkens (15. gelbe Karte) fehlen.
