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Fortuna KölnZwei Verletzungen trüben Hamadi Al Ghaddiouis Gala

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Hamadi Al Ghaddioui (r.) wird von seinen Mitspielern geherzt.

Hamadi Al Ghaddioui (r.) wird von seinen Mitspielern geherzt.

Der Drittligist aus der Südstadt gewinnt dank seines Routiniers 3:1 bei Eintracht Hohkeppel.

Mit einem klaren Auftrag wurden die Drittliga-Profis des SC Fortuna Köln aus dem Lindlarer Parkstadion verabschiedet. „Holt uns den Pokal, holt uns den Pokal“, schallte es nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg bei Eintracht Hohkeppel aus dem Gästefanblock. Exakt drei Monate nach der Final-Niederlage im Elfmeterschießen bei Viktoria Köln holte Matthias Minks Team den ersten von sechs nötigen Siegen zum Titel 2026/27. „Wir sind eine Runde weiter, das zählt“, hielt der Trainer nach einer emotionalen Achterbahnfahrt beim ambitionierten Mittelrheinligisten fest. Ein Sonderlob gab es für Hamadi Al Ghaddioui. „Dank seines Dreierpacks stehen wir in der nächsten Runde, genau das war das Ziel.“

Enzo Wirtz und Timo Bornemann verletzen sich

In der Startformation hatte Mink den 35-jährigen Angreifer, wie schon beim 1:1 gegen Aachen, nicht berücksichtigt. Im Vergleich zum ersten Drittliga-Heimspiel gegen die Alemannia verzichtete der Coach auch auf Stammkeeper Lennart Winkler. Seymour Fünger, Tom Geerkens, Georg Strauch und Romeo Aigbekean wurden ebenfalls geschont. Zudem verletzte sich Enzo Wirtz beim Warmmachen leicht und wurde von Timo Bornemann ersetzt. Da dieser wiederum nach einer Viertelstunde oberschenkelverletzt passen musste, brach die Zeit von Routinier Al Ghaddioui an. Keine fünf Minuten war der Bundesliga-erfahrene Ex-Stuttgarter auf dem Kunstrasen, da schob er Bennit Brögers Vorarbeit am langen, rechten Pfosten zum 1:0 ein (18.).

So gut die erste Aktion des Jokers war, so sehr ließ die Chancenverwertung an anderen Stellen zu wünschen übrig. „Wir hätten schon in der ersten Halbzeit viel mehr aus unseren Möglichkeiten machen müssen“, dachte Mink an Chancen wie die von Bornemann (11.) oder Jonas Michelbrink (24.). Ein weiterer Treffer hätte dem gastgebenden Fünftligisten, der vor zwei Jahren noch Regionalliga-Gegner der Fortuna war, womöglich den Wind aus den Segeln genommen. So blieb Hohkeppel aber in Reichweite und schlug nach dem Seitenwechsel zu. Bei einer Flanke von links wirkte die Kölner Defensive indisponiert und konnte Leo Kirnichs Ablage und Vladislav Fadeevs Flachschuss zum 1:1 nicht verhindern (50.). Der ehemalige Jugendspieler des 1. FC Köln hatte dem Favoriten einen Wirkungstreffer versetzt.

Florian Heister debütiert für Fortuna Köln

„Dann haben wir uns ein bisschen schwergetan“, beschrieb Al Ghaddioui die folgenden 15 Minuten. Vor seinem zweiten Treffer schienen die Hausherren dem 2:1 näher. Dann flankte Robin Afamefuna auf den ersten Pfosten und der Mann des Tages nickte zur erneuten Führung ein (67.). „Am Ende des Tages zählt nur das Ergebnis, ich bin froh, dass wir eine Runde weiter sind“, ergänzte Al Ghaddioui. Für das standesgemäße Endresultat hatte er mit seinem zweiten Kopfballtreffer nach einer Ecke von Adrian Stanilewicz gesorgt (69.).

Mehr als eine Randnotiz war die Einwechselung von Florian Heister. Der ehemalige Aachener war Ende der Woche für den am Kreuzband operierten Jasper Löffelsend verpflichtet worden und absolvierte seine ersten zehn Minuten im Fortuna-Trikot. Beinahe wäre dem Rechtsverteidiger noch das 4:1 gelungen, sein Schuss zischte aber über die Latte (89.). „Jetzt können wir mit gutem Selbstbewusstsein ins nächste Meisterschaftsspiel gehen“, nahm Al Ghaddioui das kommende Auswärtsspiel, am Samstag beim SC Verl ins Visier.

Fortuna Köln: Zich - Telle, Fischer, Al-Azzawe, Afamefuna (84. Heister) - Michelbrink (59. Savic), Stanilewicz, Bröger (72. Krumme), Thier - Bornemann (13. Al Ghaddioui), Gacia (59. Majetic). – Zuschauer: 650. – Tore: 0:1, 1:2, 1:3 Al Ghaddioui (18., 67., 69.), 1:1 Fadeev (50.).