Da der Vertrag des 54-jährigen Managers im Sommer nicht verlängert worden wäre, vollziehen die Parteien die Trennung direkt.
Paukenschlag in HöhenbergSportdirektor Stephan Küsters verlässt Viktoria Köln mit sofortiger Wirkung

Stephan Küsters arbeitete von 2014 bis 2018 und in seiner zweiten Amtszeit seit 2023 für Viktoria Köln.
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Paukenschlag beim FC Viktoria Köln: Stephan Küsters, Sportlicher Leiter des Höhenberger Drittligisten, verlässt den Verein mit sofortiger Wirkung. Das gab der Klub am Montagmittag bekannt. Demnach wäre Küsters‘ am Saisonende auslaufender Vertrag nicht verlängert worden, nach einem Austausch kamen Klub und Manager dann zu dem laut Mitteilung gemeinsamen Entschluss, die Trennung sofort zu vollziehen.
Ich hinterlasse eine sehr gut aufgestellte und homogene Mannschaft sowie ein hervorragendes Trainerteam
„Der Entschluss ist weder mir noch den Verantwortlichen leichtgefallen. Aber nach reiflicher Überlegung und einem langen Gespräch mit den Verantwortlichen werde ich meinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern. Somit besteht für beide Seiten Planungssicherheit“, erklärte Küsters. „Damit der Verein, der für mich über allem steht, in Ruhe die kommende Saison planen kann, habe ich mich entschlossen meinen Posten mit sofortiger Wirkung freizugeben. Ich hinterlasse eine sehr gut aufgestellte und homogene Mannschaft sowie ein hervorragendes Trainerteam.“
Sportvorstand Franz Wunderlich übernimmt aktivere Rolle im Tagesgeschäft
Für Küsters, geboren in Dinslaken und als Profi unter anderem für Bayer Uerdingen und Preußen Münster aktiv, ist es der zweite Abschied aus Höhenberg. Zunächst war er zwischen 2014 und Anfang 2018 Sportlicher Leiter der Viktoria. Nach knapp drei Jahren beim Wuppertaler SV war Küsters im Mai 2023 auf seinen alten Posten nach Köln zurückgekehrt. Mit ihm als wichtigem Teil der sportlichen Führung gelang der Viktoria die Rekordsaison 2024/25, bis zuletzt war Küsters zusammen mit Kaderplaner Valentin Schäfer hauptverantwortlich für die Zusammensetzung des Teams. So hatte der 54-Jährige noch die beiden letzten Transfers – den Verkauf von Tyger Lobinger an den MSV Duisburg sowie die Verpflichtung von Joel Vega Zambrano aus Paderborn – über die Bühne gebracht.
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Nach dem überraschenden Abschied von Küsters wird Sportvorstand Franz Wunderlich mindestens bis zum Sommer wieder eine aktivere Rolle im Tagesgeschäft der Viktoria übernehmen. „Ich bedanke mich bei Stephan für die sehr gute Zusammenarbeit. Unsere freundschaftliche Verbindung geht über den Job hinaus. Dementsprechend ist uns allen die Entscheidung nicht leichtgefallen. Dennoch war immer unser Credo, dass der Verein an erster Stelle steht. Für seine Zukunft wünsche ich ihm selbstverständlich alles Gute“, sagte Wunderlich.
Mit Blick auf Viktorias Handhabungen mit Neubesetzungen wäre es nur logisch, wenn spätestens zur kommenden Saison Kaderplaner Valentin Schäfer, der als Mastermind hinter vielen wegweisenden Transfers gilt, eine Beförderung erhält und die vakante Stelle des Sportlichen Leiters übernimmt.
Der Abschied von Stephan Küsters ist Teil eines holprigen Jahresstarts bei Viktoria Köln
Für die Viktoria fällt Küsters Abschied in einen ohnehin holprigen Start ins Jahr 2026. Der Abschied von Toptorjäger Lobinger, dessen Auswirkungen noch nicht in Gänze absehbar sind, sowie der katastrophale Auftritt am Sonntag zum Rückrundenstart beim Schlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 samt 0:2-Niederlage könnten in Höhenberg für Unruhe sorgen, trotz einer noch nicht bedrohlichen Tabellensituation: Alemannia Aachen liegt auf dem Relegationsplatz noch sechs Punkte hinter der Viktoria.
Am Freitagabend (19 Uhr) wartet im Sportpark Höhenberg ein richtungsweisendes Spiel auf die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm. Ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Saarbrücken wäre ein Befreiungsschlag gegen die sich anbahnende Unruhe. Eine weitere Niederlage würde die Stimmung jedoch deutlich eintrüben.

