Am Samstag empfängt der Höhenberger Drittligist die Stuttgarter Reserve, die ihre Gegner laut Coach Wilhelm „quälen“ kann.
Heimspiel gegen Stuttgart IIViktoria Kölns Trainer Marian Wilhelm warnt vor Qualen

Viktoria-Coach Marian Wilhelm
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Ein bisschen weniger Spannung hätte es aus Sicht von Marian Wilhelm sein können am Mittwochabend in Siegburg. Doch das Drehbuch hatte für Viktoria Kölns Mittelrheinpokal-Viertelfinale beim Fünftligisten Drama vorgesehen: Früher Rückstand, Platzverweis in der zweiten Halbzeit, der Siegtreffer kurz vor Schluss. Dank des späten 2:1-Siegtreffers durch Benjamin Zank im Anschluss an eine Ecke gab es das erhoffte Happy End aus Höhenberger Sicht – ein Eigentor zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte den frühen Rückstand durch Kelana Mahessa egalisiert. Und auch von einer Gelb-Roten Karte gegen Frank Ronstadt ließ sich er Kölner Drittligist nicht mehr aus dem Konzept bringen.
„Das Weiterkommen war wichtig, und es war natürlich auch unser Anspruch“, sagte Trainer Marian Wilhelm. „Die Jungs sind mit den widrigen Bedingungen des Platzes und dem Spielverlauf, der nicht einfach war, extrem professionell umgegangen und am Ende weitergekommen.“ Nun fehlt nur noch ein Schritt bis zum nächsten Pokalfinale im heimischen Sportpark. Und noch zwei Schritte bis zur erneuten Qualifikation für den DFB-Pokal.
Viktoria Köln will 3:1 gegen Hoffenheim bestätigen
Vorher gilt es für die Viktoria jedoch, die gute Ausgangssituation in der Meisterschaft weiter zu verbessern. Seit dem überzeugenden 3:1-Sieg gegen Hoffenheim II beträgt das Polster auf die Abstiegsränge elf Punkte. Am Samstag (14 Uhr) ist der VfB Stuttgart zu Gast im Sportpark Höhenberg. Mit einem weiteren Dreier könnte der nächste direkte Kontrahent distanziert werden. Mit dann 38 Punkten wäre der Klassenerhalt nur noch Formsache. Außerdem könnte die Viktoria den Februar ungeschlagen beschließen. „Da liegt unfassbar viel Arbeit drin“, berichtet Abwehrchef Lars Dietz. „Wir hatten einen sehr schwierigen Januar, haben uns aber gut davon befreit. Und sind gestärkt aus der Situation herausgekommen.“
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Im Januar hatte die Viktoria beim 0:2 in Schweinfurt einen verkorksten Jahresstart hingelegt, musste zudem die Abgänge von Sportchef Stephan Küsters sowie den Stammkräften Tyger Lobinger und Dudu verkraften. Inzwischen hat sich das umstrukturierte Team allerdings gefunden – selbst wenn Kapitän Christoph Greger nach wie vor aufgrund von Rückenproblemen nicht zur Verfügung steht. Zumindest auf dem Rasen. Denn als Ratgeber und erweitertes Teil des Trainerteams ist Greger in aller Regel nah dran am Team und hilft seinen jungen Vertretern. Gerade Verthomy Boboy hat in den vergangenen Wochen eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. In Abwesenheit von Greger ist der 22-Järhige derzeit nicht aus der Abwehr wegzudenken. Auch dank seiner Kopfball- und Zweikampfstärke stellt die Viktoria nach wie vor die fünftbeste Defensive der Liga.
Zwei Teams mit Fokus auf Ballbesitz
Damit das auch nach dem Stuttgart-Spiel so bleibt, hofft Trainer Wilhelm auf eine defensiv ähnlich konzentrierte Leistung wie zuletzt gegen Hoffenheim. „Stuttgart ist eine der besten Ballbesitz-Mannschaften der Liga. Sie haben lange Ballbesitz-Zeiten und sind sehr variabel im Aufbau. Damit können sie ihre Gegner quälen“, warnt der Coach. „In Gänze wird das nicht zu verhindern sein. Es wird darum gehen, das auszuhalten. Und wir müssen uns Phasen erarbeiten, in denen wir selbst Akzente setzen können.“ Wilhelm erwartet ein ähnliches Spiel wie zuletzt gegen Hoffenheim: Zwei Teams mit Fokus auf Ballbesitz und Kontrolle. „Da kann es schonmal vorkommen, dass sie sich egalisieren. Es muss nicht immer ein Spektakel geben“, so Wilhelm.

