Nach der EU-Agentur für Flugsicherheit (EASA) wird auch die neu gegründete EU-Agentur für die Kreativwirtschaft ihren Sitz ab 2024 am Rhein haben.
Nach Agentur für FlugsicherheitZweite EU-Institution siedelt sich in Köln an

Europa-Flagge (Symbolbild).
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Gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Köln: Nach der EU-Agentur für Flugsicherheit (EASA) wird sich eine zweite europäische Institution am Rhein ansiedeln. Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) eröffnet den Hauptsitz seiner Innovationsgemeinschaft für Kultur und Kreativwirtschaft in Köln. Ziel der Agentur ist es, kreative Denkansätze und Innovationen der Branche europaweit zu fördern. Derzeit befindet sich die Agentur in der Gründungsphase. Geplant ist es, sie als die zentrale Stelle auszubauen und im Verlauf von 15 Jahren wirtschaftlich eigenständig zu etablieren. Dafür will die EU in den nächsten Jahren jährlich bis zu 70 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
Ab Januar 2024 sollen von Köln aus bis zu 40 Mitarbeitende Innovationen der Branche europaweit vorantreiben. So sollen beispielsweise rund 30 neue Studiengänge und 200 berufliche Weiterbildungsangebote entstehen und rund 1000 Gründer und Start-ups gefördert werden. Zudem sollen Kreativ-Unternehmen bei der digitalen und grünen Transformation unterstützt werden. Ein weiterer Punkt ist der Ausbau von Investments in solche Unternehmen in Europa – von jetzt geschätzten 30 Milliarden Euro auf mehr als 50 Milliarden Euro jährlich.
Unterstützt durch Wirtschaftsförderung
„2020 hat die Europäische Kommission die Kultur- und Kreativwirtschaft mit rund 550 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung zu einem essenziellen Ökosystem für die Wirtschaftsstrategie Europas erklärt. Jetzt schafft sie mit dem EIT Culture & Creativity erstmals eine europaweite Struktur für die Innovationskraft der gesamten Kreativwirtschaft“, so Bernd Fesel, Interim Chief Executive Officer des EIT Culture & Creativity. „Wir freuen uns, diese künftig von Köln aus vorantreiben zu dürfen – zusammen mit unseren Regionalzentren und -büros in Barcelona, Amsterdam, Helsinki, Košice, Wien und Bologna.“
Unterstützt bei der Ansiedlung wurde die EU von der Stadt Köln und der Köln-Business Wirtschaftsförderung. „Etwa 10.000 Kölner Unternehmen erwirtschaften in der Kultur und Kreativwirtschaft jährlich einen Umsatz von rund 9,5 Milliarden Euro und beschäftigen rund 60.000 Menschen“, so Manfred Janssen, Geschäftsführer Köln-Business. „Schon jetzt bedient das Kölner Netzwerk selbstbewusst und erfolgreich internationale Märkte. Die Ansiedlung des EIT wird es auf der Europakarte der Kultur und Kreativwirtschaft nun noch fester verankern und weitere wichtige Impulse für die Branche setzen.“
