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2500 neue Fahrzeuge bis Ende 2018Ford baut Elektro-Transporter für die Deutsche Post

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Rund 1,2 Milliarden Pakete beförderte die Post 2016 allein in Deutschland. In Zukunft mit Elektro-Transportern.

Köln – Die Deutsche Post hat sich einen starken Partner ins Boot geholt, mit dem sie ihre Elektro-Flotte in den kommenden Monaten vergrößern will. Zusammen mit dem Autobauer Ford will die Post ihre Modellpalette an Elektro-Transportern erweitern und neben dem bisherigen Streetscooter einen deutlich größeren Transporter bauen.

Produktion beginnt im Juli

Das Fahrgestell des Ford Transit wird die Basis der neuen batteriebetriebenen Lieferfahrzeuge sein. Die Produktion soll bereits im nächsten Monat beginnen. „Mit diesem gemeinsamen Projekt entsteht der größte Produzent batterieelektrischer mittelschwerer Nutzfahrzeuge in Europa“, sagte ein Ford-Sprecher.

Die Transit-Fahrgestelle liefert Ford aus dem Werk in der Türkei. Der Elektro-Antrieb wird anschließend bei der Post-Tochter Streetscooter in Aachen eingebaut. Bis Ende kommenden Jahres sollen dann mindestens 2500 dieser neuen Fahrzeuge bei der Post zum Einsatz kommen.

Der Bonner Post-Konzern ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektro-Transportern aufgestiegen. Die Firma war 2010 als Startup-Unternehmen aus dem Umfeld der Universität RWTH Aachen gegründet worden. In Aachen wurden Elektrofahrzeuge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse der Zusteller der Post zugeschnitten sind.

Das Nutzfahrzeug wurde 2012 vorgestellt, seit 2014 ist es bei der Post im Flottentest. Im Dezember 2014 hatte die Post sich dann alle Anteile der Streetscooter GmbH gesichert. Rund 2500 dieser Transporter sind derzeit nicht nur in Köln, sondern auch in vielen anderen Städten bundesweit in der Paketzustellung im Einsatz.

Elektro-Flotte für die Umwelt

Mittelfristig will die Post ihre gesamte Brief- und Paketzustell-Flotte von knapp 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Wagen ersetzen, die mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden sollen.

Die Fahrzeuge sollen aber auch außerhalb des Konzerns an Kunden wie Handwerker oder Kommunen verkauft werden. Der zuständige Post-Vorstand Jürgen Gerdes hatte bei der Vorlage der Bilanz des Konzerns bereits berichtet, dass zahlreiche Firmen Anfragen gestellt hätten.

Die Post kündigte auch deshalb gestern an, noch in diesem Jahr eine neue Fabrik bauen zu wollen. Der Standort sei in Nordrhein-Westfalen, wo genau, werde erst in den kommenden Wochen verkündet. Von dem Streetscooter, der bereits im Einsatz ist, will der Konzern statt bisher 10 000 künftig bis zu 20 000 Exemplare pro Jahr bauen. Die Kapazitäten zur Produktion der Elektrofahrzeuge soll bis Ende des Jahres verdoppelt werden.

Paketflut in Deutschland

Rund 1,2 Milliarden Pakete beförderte die Post 2016 allein in Deutschland – das entspricht rechnerisch 15 Paketen pro Einwohner. Dank der Paketflut machte der Bonnerkonzern unterm Strich 2,6 Milliarden Euro Gewinn. (ksta)