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Knorr-Mutter stoppt JobsUnilever reagiert auf unsicheres Umfeld und Handelskrise

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Unilever

Unilever hat einen vorübergehenden Einstellungsstopp verhängt.

Als Reaktion auf die volatile Wirtschaftslage setzt der Konsumgüterkonzern Unilever Neueinstellungen aus und treibt eine milliardenschwere Transaktion voran.

Ein temporärer Aufnahmestopp für neue Mitarbeitende wurde vom britischen Konsumgüterkonzern Unilever verfügt. Ein Sprecher des Unternehmens begründete diesen Schritt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit dem herrschenden „unsichere Umfeld“. Es wurde hinzugefügt: „Wir bleiben ein agiles Unternehmen und werden unsere Pläne bei Bedarf stets anpassen“. Wie zahlreiche Wettbewerber ist auch der Konzern, der Fertigungsstätten in Deutschland betreibt, von der Handelskrise beeinträchtigt, die durch den Krieg im Iran verursacht wurde.

Mit etwa 96.000 Beschäftigten hat sich Unilever in der jüngeren Vergangenheit strategisch neu aufgestellt. Diese Neuausrichtung umfasste den weltweiten Verkauf diverser Lebensmittelmarken sowie die Auslagerung der Eiscreme-Sparte. Der Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von circa 50 Milliarden Euro. Zusätzliche Einnahmen erhofft man sich nun durch die geplante Veräußerung des Hauptteils der verbleibenden Food-Sparte an den amerikanischen Gewürzproduzenten McCormick & Co.

Details zur geplanten Transaktion mit McCormick & Co.

Die Veräußerung betrifft unter anderem bekannte Marken wie Knorr, Pfanni und Mondamin. Ausgenommen von diesem Geschäft sei allerdings die Lebensmittelsparte in Indien, wie Unilever laut „dpa“ verlauten ließ. Für den Fall einer Fusion ist aktuell eine Zahlung in bar in Höhe von 15,7 Milliarden US-Dollar (entspricht 13,7 Milliarden Euro) angedacht.

Die Bezahlung des Kaufpreises soll mehrheitlich durch die Übertragung von McCormick-Aktien erfolgen. Ob der Deal finalisiert wird, ist noch offen; eine entsprechende Beschlussfassung könnte jedoch bereits am Dienstag erfolgen. Im Erfolgsfall der Transaktion beabsichtigt Unilever, einen Anteil von 65 Prozent am neu entstandenen Gemeinschaftsunternehmen zu behalten.

Eine Transaktion von historischer Dimension

Die Gespräche mit McCormick & Co. wurden von Unilever vor rund zwei Wochen offiziell bestätigt. Bei dem Partner handelt es sich um einen der führenden Gewürzproduzenten weltweit, der in den USA beispielsweise die Sauce Cholula vermarktet. Die geplante Vereinbarung würde für beide Konzerne die bedeutendste Transaktion in ihrer jeweiligen Unternehmenshistorie darstellen.

McCormick könnte durch die Fusion zu einem weltweit führenden Anbieter für Gewürze, Würzmittel und Saucen avancieren. Im Gegenzug würde sich Unilever als globaler Spitzenreiter für Schönheits-, Körper- und Haushaltspflegeprodukte etablieren. CEO Fernando Fernandez hatte unlängst verdeutlicht, dass er das zukünftige Wachstumspotenzial in diesen Segmenten und nicht im Lebensmittelbereich sieht. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.