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Konflikt mit Iran eskaliertUSA kündigen Blockade an, Ölpreis steigt wieder deutlich

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Ölversorgung und Energieinfrastruktur

Die Ölpreise steigen wieder.

Fehlgeschlagene Gespräche zwischen Washington und Teheran führen zu höheren Öl-Notierungen. Zudem steht eine Seeblockade durch die USA bevor.

Infolge der vorläufig erfolglosen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wurde ein erneuter Anstieg der Öl-Notierungen registriert. Wie die dpa meldet, erreichte der Kurs für ein Fass (159 Liter) der Nordsee-Rohölsorte Brent zum Handelsbeginn am frühen Montagmorgen (MESZ) einen Wert von 102,50 US-Dollar.

Noch vor dem Start der Unterredungen am Samstag in Islamabad, der Hauptstadt Pakistans, notierte ein Fass bei 95,20 Dollar. Ebenso verzeichnete die amerikanische Sorte WTI in der Nacht auf Montag einen Preisanstieg. Die Entwicklung der Ölkosten gilt aktuell als bedeutender Indikator für die am Markt herrschenden Sorgen bezüglich Inflation und Konjunktur.

Seeblockade vor iranischen Häfen durch USA angekündigt

Für diesen Montag hat die amerikanische Armee auf Weisung von Präsident Donald Trump eine Sperre für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bekannt gegeben. Betroffen davon sind Wasserfahrzeuge mit dem Ziel oder Ursprung iranischer Häfen. Es wurde klargestellt, dass die Passage für Schiffe, die keine iranischen Häfen ansteuern oder von dort kommen, von den US-Streitkräften nicht behindert wird.

Der Beginn der Abriegelung ist für 16.00 Uhr MESZ angesetzt. Mit dieser Maßnahme verfolgt Trump das Ziel, die Erhebung von Durchfahrtsgebühren durch den Iran von Reedereien zu unterbinden. Zugleich sollen dem Land Einnahmen aus dem Ölgeschäft entzogen werden. Als einer der weltweit größten Ölförderer ist der Iran auf die Straße von Hormus angewiesen, da sie für den Transport seiner Ölexporte zu den globalen Absatzmärkten von entscheidender Bedeutung ist.

Die Notierungen hatten seit Beginn des Krieges kräftig zugelegt. Nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause am vorigen Mittwoch war der Kurs für Brent-Öl jedoch auf beinahe 90 Dollar gefallen, was dem niedrigsten Stand seit Mitte März entsprach. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.