Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Was war ihr größter Fehlkauf? Was ihre beste Investition? Wir haben prominente Kölner gefragt.
Reden wir über GeldKölner Entscheiderin: „Meine beste Investition? Eine Spülmaschine“

Geldverdienen, Geld ausgeben, Geld verbrennen - haben auch Prominente alles schon gemacht. Wir haben bei fünf Kölnern nachgefragt.
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Sprechen wir über Geld! Diesmal mit Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender bei der Kreissparkasse, Ronja Hoffacker, Geschäftsführerin des Start-ups Equaly, Architekt Kaspar Kraemer, Ex-Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Bestseller-Autorin Susanne Abel.
Alexander Wüerst: „Ich habe Sonntagszeitungen ausgetragen“

Alexander Wüerst gibt seinen Posten als langjähriger Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln zum Jahresende ab und startet in den Ruhestand.
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Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe Sonntagzeitungen ausgetragen.
Was war Ihre beste Investition?
Unsere selbstgenutzte Wohnung
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Was war Ihr größter Fehlkauf?
Aktien von Solarworld
Woran sparen Sie?
Am Frisör
Woran sparen Sie auf keinen Fall?
An der Qualität des Essens
Ronja Hoffacker: „Ich habe etwas Geld in Bitcoin gesteckt“

Ronja Hoffacker ist Geschäftsführerin von Equaly, einem Start-up mit der Mission: „Vereinbarkeit einfach machen.“ Gemeinsam mit DAX-Konzernen, Mittelständlern und Non-Profits entwickelt Equaly Veranstaltungsformate und digitale Tools, um eine vereinbarkeitsfreundliche Organisationskultur zu fördern und Working Parents im Alltag zu unterstützen.
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Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Babysitten und Nachhilfe geben
Was war Ihre beste Investition?
Mit Blick auf meine Lebensqualität: Vermutlich unser Trockner, den wir uns mit Kind Nummer zwei angeschafft haben. Mit Blick auf Rendite: Ich habe etwas Geld in Bitcoin gesteckt – auch wenn ich das nach wie vor eher als Wette als ein ernsthaftes Investment sehe.
Was war Ihr größter Fehlkauf?
Kletterschuhe – einmal getragen, dann wurde während Covid erstmal die Halle geschlossen und seitdem war ich nicht mehr klettern.
Ich habe schon seit Jahren ein Abo bei der Kleiderei in Ehrenfeld, sodass ich mir neue Kleidung leihen statt kaufen kann
Woran sparen Sie?
Ich kaufe gerne auf Flohmärkten und bei Kleinanzeigen – und ich habe schon seit Jahren ein Abo bei der Kleiderei in Ehrenfeld, sodass ich mir neue Kleidung leihen statt kaufen kann.
Woran sparen Sie auf keinen Fall?
An gutem Essen, selbst gekocht und im Restaurant. Und mindestens zweimal in der Woche Zeit nur für mich.
Beteiligung an einem Schifffahrtsfonds? Ein Fehler

Kaspar Kraemer war Präsident des Bundes Deutscher Architekten. In Köln plante er das Odysseum und das Zugangsbauwerk zum Turm des Kölner Doms durch die Fundamente des Südturmes. Als besonders gelungen gilt auch sein unterschiedlich beleuchtbares Pumpwerk in Bayenthal.
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Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Krabbenverkäufer im Hafen von List/Sylt.
Was war Ihre beste Investition?
Der Erwerb des elterlichen Bürohauses.
Was war Ihr größter Fehlkauf?
Die Beteiligung an einem Schifffahrtsfonds.
Woran sparen Sie?
Am Konsum.
Woran sparen Sie auf keinen Fall?
An Skizzenbüchern und Aquarellfarben.
Gisela Walsken: „Meine Mutter hielt die Spülmaschine für überflüssigen Luxus“

Gisela Walsken war von 2010 bis 2022 Regierungspräsidentin in Köln. Zuvor arbeitete sie von 1990 bis 2010 als Abgeordnete für die SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Copyright: Büro Walsken
Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mein erstes Geld habe ich mit jüngeren Nachhilfeschülerinnen und Nachhilfeschülern verdient, denn mit meinem Mathematik-Leistungskurs war ich diesen deutlich voraus.
Was war Ihre beste Investition?
Meine beste Investition war eine kleine Spülmaschine für mein Studentenappartement, gegen heftigen Protest meiner Mutter, die das für überflüssigen Luxus hielt!
Was war Ihr größter Fehlkauf?
Mein größter Fehlkauf war ein alter gebrauchter Käfer, den ich als Studentin für 400 DM (!) von meinem verdienten Geld erstanden hatte und der täglich soviel Öl verlor, dass ich dieses mit einer Schüssel aufgefangen und wieder verwendet habe.
Woran sparen Sie?
Ich versuche möglichst immer preisgünstig an freien Tankstellen zu tanken.
Woran sparen Sie auf keinen Fall?
Ich koche sehr gerne und kaufe dafür gute Zutaten frisch ein; dabei schaue ich oft nicht auf den Preis.
Gewinn am Spielautomat in die zweite Limo investiert

Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr Romandebüt „Stay away from Gretchen“ machte sie zur Bestseller-Autorin. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.
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Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich weiß jetzt nicht, ob diese Antwort so richtig in die Kategorie passt, aber zu meinem ersten eigenen Geld bin ich folgendermaßen gekommen: Als Sechsjährige musste ich sonntags regelmäßig den Kindergottesdienst besuchen. Neben den Pfennigen, die ich in den Opferstock werfen sollte, bekam ich auch ein kleines Taschengeld. Das trug ich nach dem Segen ins Gasthaus „Ochsen“, wohin ich mit den anderen Dorfkindern zum kollektiven Fernsehgucken ging. Das Geld reichte genau für eine Flasche meiner Lieblingslimonade namens Sinalco. Irgendwann entdeckte ich den Spielautomaten in der Ecke und fand heraus, dass ich dort mein Taschengeld vermehren kann. Manchmal zumindest. Dann gab’s eine zweite Sinalco und wenn’s gut lief sogar Salzstangen.
Was war Ihre beste Investition?
Ich habe mein Erbe genutzt, um mein erstes Buch zu schreiben.
Was war Ihr größter Fehlkauf?
„Den“ einen großen Fehlkauf gibt es nicht. Dafür gibt es unendlich viele kleine. Ich weiß nicht, wie viele Kleidungsstücke ich gekauft habe, die dann nur im Schrank von links nach rechts geräumt wurden. Sportgeräte sind auch so ein Thema.
Woran sparen Sie?
An Geld für Zigaretten. Ich habe vor fast zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Obwohl ich im Schnitt nicht mehr als zehn Stück am Tag geraucht habe, sind das immerhin schon über 15.000 Euro.
Woran sparen Sie auf keinen Fall?
An gesunden und lokal erzeugten Nahrungsmitteln.
