Düsseldorf – Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist zum Jahresbeginn gestiegen. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. Insgesamt waren im Januar 659.619 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind gut 6,8 Prozent und rund 35.000 Personen mehr als noch im Dezember, rund 11.000 mehr als im Januar des Vorjahres.
Bundesweit lag die Arbeitslosenquote im Januar bei 5,3 Prozent, das sind etwa 2,4 Millionen Menschen. Auch in Köln gab es im Januar mehr Arbeitslose als noch zum Jahresende. Gegenüber Dezember waren 2454 Menschen mehr ohne Anstellung. Die Arbeitslosenquote insgesamt betrug im Januar 8,0 Prozent.
Entwicklung der Arbeitslosenzahlen nicht ungewöhnlich
Die Entwicklung sei typisch für diese Jahreszeit, betonte der Chef der Regionaldirektion Torsten Withake. Ausschlaggebend dafür seien vor allem das Auslaufen des Weihnachtsgeschäfts im Einzelhandel, die Kündigungstermine zum Jahresende sowie das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen. Doch mache sich auch die leichte Verschlechterung der Wirtschaftslage bemerkbar.
„Wir spüren in NRW die konjunkturelle Schwächephase“, sagte Withake. Vor allem das vom Export abhängige verarbeitende Gewerbe und Regionen wie Südwestfalen, das Bergische Land oder Ostwestfalen-Lippe seien davon stärker betroffen. Dennoch sei der Arbeitsmarkt weiterhin robust.
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Bereits zum Jahresbeginn hatte die Arbeitsagentur prognostiziert, dass aufgrund der aktuellen Konjunkturschwäche bis Mitte des Jahres mit einem weiteren, moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit im bevölkerungsreichsten Bundesland zu rechnen sei. (lei, dpa)



