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Tausende legen Arbeit niederZweiter Tag der Warnstreiks im deutschen Einzelhandel

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Warnstreiks im Handel

Beschäftige im Einzelhandel demonstrieren in mehreren deutschen Städten. (Archivbild)

Im Tarifstreit des Handels weiten sich die Streiks aus. Verdi fordert sieben Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten.

Im Zuge der aktuellen Tarifrunde im Handelssektor kam es am zweiten aufeinanderfolgenden Tag zu Arbeitsniederlegungen. Für Demonstrationen in diversen deutschen Metropolen rechnete die Gewerkschaft Verdi mit über 10.000 Teilnehmenden, so eine Mitteilung von Gewerkschaftssekretärin Johanna Kaufmann an die Deutsche Presse-Agentur.

Nach Angaben von Kaufmann sollten die umfangreichsten Proteste in Erfurt, Bochum sowie Saarbrücken stattfinden. Zusätzliche Protestaktionen waren für Berlin und Ingolstadt vorgesehen. Schon am Donnerstag rief Verdi zu Arbeitsniederlegungen auf, wobei es beispielsweise in Kiel zu einer Demonstration kam.

Gewerkschaft verlangt sieben Prozent Lohnplus

Aktuell finden deutschlandweit Tarifgespräche für den Einzel- sowie den Groß- und Außenhandel statt, von denen nach Verdi-Angaben etwa fünf Millionen Arbeitnehmer betroffen sind. Die Verhandlungen finden auf regionaler Ebene in den jeweiligen Tarifbezirken statt. Bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr verlangt die Gewerkschaft eine Anhebung der Vergütung um sieben Prozent, allerdings können die genauen Forderungen je nach Region geringfügig variieren.

Von der Arbeitgeberseite wurden bereits Offerten unterbreitet, welche die Gewerkschaft Verdi allerdings entschieden ablehnte. In Hamburg stellen die Einzelhandelsunternehmen beispielsweise eine Lohnerhöhung von insgesamt 3,5 Prozent in Aussicht, verteilt auf zwei Jahre in zwei Schritten. Für den Groß- und Außenhandel in NRW offerierten die Arbeitgeber eine Steigerung von 3,4 Prozent über denselben Zeitraum und in zwei Etappen.

Handel: Geringe Folgen für Verbraucher

Nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) hatten die Arbeitsniederlegungen bisher keine merklichen Konsequenzen für die Verbraucher. Der Tarifgeschäftsführer Steven Haarke äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Auch für heute ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas ändert“.

Der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Gespräche in den jeweiligen Tarifbezirken steht noch nicht fest und variiert je nach Region. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.