Kliniken in NRW schlagen Alarm: Sparpläne der Regierung könnten zu einem unkontrollierten Kliniksterben führen.
Kliniken fürchten KollapsSparpaket der Regierung bedroht Krankenhäuser in NRW

Das geplante Reformgesetz der Bundesregierung zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge alarmiert alle wesentlichen Akteure des Gesundheitswesens. (Symbolbild)
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Die Existenz vieler Kliniken in Nordrhein-Westfalen wird nach Ansicht zahlreicher Verbände durch das Sparvorhaben der Bundesregierung gefährdet. Laut einer Mitteilung der „NRW-Allianz für Krankenhäuser“ würde eine zunehmende finanzielle Instabilität die Kliniken dazu nötigen, Personal in erheblichem Maße zu reduzieren.
Mit ungefähr 311.000 Mitarbeitenden gehören die Kliniken laut der Allianz zu den bedeutendsten Arbeitgebern des Bundeslandes.
Sorge vor Einnahmeeinbußen von acht Prozent
Die Einsparungspläne beinhalten beispielsweise, Mehrausgaben für Personal und Verwaltung auf die Krankenhäuser umzulegen. Dies würde im kommenden Jahr einen konkreten Umsatzrückgang von circa acht Prozent bedeuten, erläuterte Ingo Morell, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.
„Das ist für die Krankenhäuser nicht tragbar“, äußerte Morell. Er warnt, dass der immense wirtschaftliche Druck zu „ein unkontrolliertes Wegbrechen von Kliniken“ führen und somit die alltägliche Versorgung der Bevölkerung gefährden könnte.
Bündnis verlangt Inflationsanpassung und Kostendeckung
Die „NRW-Allianz für die Krankenhäuser“ ist ein Zusammenschluss verschiedener Verbände, Einrichtungen und gesellschaftlicher Akteure. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Repräsentanten der Kommunen, der Ärzte- und Pflegekammern sowie von Arbeitgeber- und Gewerkschaftsseite.
Das Bündnis verlangt die dauerhafte Sicherstellung eines Ausgleichs für die Inflation sowie die komplette Übernahme von Tariflohnerhöhungen.
Die Gesetzesinitiative des Bundesgesundheitsministeriums stieß in den letzten Wochen auf deutliche Kritik vonseiten der Opposition, der Bundesländer und aus dem gesamten Gesundheitssektor. (dpa/red)
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