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Kölner Filialen könnten betroffen seinWarnstreiks bei Ikea – Verdi ruft zu Aktionen am Freitag auf

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Ikea

Verdi nimmt diesmal den Händler Ikea ins Zentrum des Warnstreiks. (Archivbild)

Im Tarifstreit im Handel ruft Verdi zu Streiks bei Ikea auf. Auch die beiden Kölner Filialen könnten betroffen sein.

Im Zuge der andauernden Tarifgespräche im Handel mobilisiert die Gewerkschaft Verdi erneut zu bundesweiten Arbeitsniederlegungen. Der Schwerpunkt der für diesen Freitag geplanten Maßnahmen liegt auf dem Möbelkonzern Ikea. Nach Mitteilung von Verdi werden die Mitarbeiter bei über der Hälfte der deutschen Ikea-Filialen die Arbeit niederlegen. Demnach nehmen auch Angestellte aus anderen Handelsbetrieben an den Aktionen teil.

Silke Zimmer, Mitglied im Bundesvorstand von Verdi, äußerte Kritik an der Lage: „Im Handel werden täglich Milliardenumsätze gemacht, aber bei den Beschäftigten kommt so gut wie nichts davon an – gerade auch bei Ikea.“ Obwohl der Konzern ökonomisch solide aufgestellt sei, sehe er einen Stellenabbau vor und verfolge anstelle einer gerechten Bezahlung einen strikten Sparkurs. Schon Mitte Mai sowie Anfang Juni hatte die Gewerkschaft zu deutschlandweiten Arbeitsniederlegungen mobilisiert.

Die Lohnforderung von Verdi

Die Tarifgespräche für den Einzel- sowie den Groß- und Außenhandel begannen im April in den ersten Landesverbänden. Die Arbeitgeberseite hatte in manchen Bundesländern kürzlich Offerten unterbreitet, welche von Verdi allerdings abgelehnt wurden. Wie die Gewerkschaft mitteilt, nimmt Ikea in der gegenwärtigen Verhandlungsrunde eine bedeutende Position aufseiten der Arbeitgeber ein. Der Konzern wirke in Arbeitgeberkommissionen mit und habe im Saarland die Verhandlungsleitung inne, erklärte Zimmer.

Konkret verlangt Verdi eine Gehaltssteigerung von sieben Prozent, mindestens jedoch 225 Euro, für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Demgegenüber steht das jüngste Angebot der Arbeitgeber aus bestimmten Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, das für den Einzelhandel eine Anhebung um zwei Prozent ab November vorsieht. Eine zusätzliche Erhöhung um 1,5 Prozent soll ab August 2027 folgen, wobei die Offerte für zwei Jahre gelten soll.

Mögliche Folgen für Kölner Filialen

Da die Arbeitsniederlegungen deutschlandweit stattfinden und über die Hälfte der Standorte involvieren sollen, sind auch in Köln und Umgebung eventuelle Beeinträchtigungen denkbar. Ob die Ikea-Möbelhäuser in den Stadtteilen Köln-Butzweilerhof und Köln-Godorf von den Streikmaßnahmen erfasst werden, steht bislang jedoch nicht fest.

Nach Angaben von Verdi sind in der Handelsbranche hierzulande circa 5,2 Millionen Personen beschäftigt, wovon 3,4 Millionen auf den Einzelhandel entfallen. Die vorherigen Tarifgespräche in diesem Sektor dauerten länger als ein ganzes Jahr. (dpa/red)