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Zugriff in Köln und WuppertalFahnder finden mehr als 160 Schusswaffen – vier Haftbefehle

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Das Bild zeigt sichergestellte Waffen, Kaliber 9mm Luger.

Das Bild zeigt bei Durchsuchungen in Köln und Wuppertal sichergestellte Waffen, Kaliber 9mm Luger.

Bei Durchsuchungen in Köln und Wuppertal haben Ermittler 165 Waffen sichergestellt und sechs Tatverdächtige festgenommen.

Bei einem Einsatz gegen mutmaßliche Waffenhändler vergangene Woche haben Zollfahnder in Köln und Wuppertal insgesamt 165 halbautomatische Kurzwaffen sichergestellt. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen. Die Ermittlungen laufen seit März, berichten Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt Frankfurt am Main in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

In Frankfurt waren die ersten Hinweise auf die Tätergruppe eingegangen, deshalb ermittelten die dortigen Behörden weiter. Der Zugriff erfolgte am Freitag (4. September): In Köln und Wuppertal vollstreckten die Einsatzkräfte zwei Durchsuchungsbeschlüsse. Unterstützt wurden die Frankfurter Zollfahnder von Kräften der Polizei Köln und der Polizei Düsseldorf sowie des Bundeskriminalamtes.

Ein Koffer mit sichergestellten Kurzwaffen

Ein Koffer mit sichergestellten Kurzwaffen

Bei den sichergestellten Waffen handelt es sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt um Pistolen des Kalibers 9mm Luger. Die Behörden sprechen von schussfähigen Fälschungen des Herstellers Glock. Zudem beschlagnahmten die Ermittler die dazugehörigen Magazine und elektronische Speichermedien. 

Razzia in Köln: Gegen zwei Männer lagen bereits Haftbefehle vor

Das Verfahren richtet sich gegen sieben Männer im Alter von 20 bis 36 Jahren. Sie haben die syrische, deutsche beziehungsweise türkische Staatsangehörigkeit. Vier Verdächtige wurden am Freitag vorläufig festgenommen. Gegen zwei von ihnen erließ das Amtsgericht Frankfurt am Main am Samstag Haftbefehl. Gegen zwei weitere Beschuldigte lagen bereits Haftbefehle vor. Die anderen zwei seien wieder auf freien Fuß gekommen.

Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz und die Abgabenordnung. Da die Ermittlungen noch andauern, wollen die Behörden derzeit keine weiteren Angaben machen. Wie viele der Waffen jeweils in Köln beziehungsweise in Wuppertal sichergestellt wurden und in welchen Städten die Männer wohnen, bei denen Haftbefehl erging, ist deshalb unbekannt. (afp/sbo)