Bei der Digital X in Köln spricht Hendrik Wüst über die AfD und warnt vor Angst. Europa müsse technologisch unabhängiger werden.
Messe in KölnWüst spricht bei Digital X über AfD und Sachsen-Anhalt

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst war am Dienstag (8. September) bei der Digital X in Köln.
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Eigentlich sollte es bei der Digital X im Kölner Rheinauhafen um Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und die digitale Zukunft gehen. Doch zum Auftakt der ausverkauften Veranstaltung am Dienstag (8. September) rückten zunächst die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und das starke Abschneiden der AfD in den Mittelpunkt.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sagte, die Wahl habe die deutsche Politik „ziemlich erschüttert“. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass sich die AfD nun „entzaubern“ werde. Besonders Menschen mit Behinderung, queere Menschen und Menschen jüdischen Glaubens würden sich angesichts des Wahlergebnisses Sorgen machen.

Die Digitalmesse Digital X findet in diesem Jahr erstmals im Rheinauhafen statt.
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Wüst betonte, Bund und Länder würden darauf achten, dass demokratische Teilhabe, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit gewahrt blieben. In Sachsen-Anhalt gelte weiterhin das Grundgesetz und nicht das Parteiprogramm der AfD.
Auch Telekom-Chef Timotheus Höttges griff das Wahlergebnis auf. Extremisten seien erfolgreich, wenn Menschen nicht positiv in die Zukunft blickten. Angst sei ein entscheidendes Mittel, das sie schürten. Dagegen helfe, an einer guten Zukunft zu arbeiten und die Möglichkeiten Deutschlands zu zeigen.
Digital X in Köln: Deutschland ist technologisch zu abhängig, sagt Wüst
Wüst verband die politische Debatte zudem mit einem Thema der Digitalmesse: der technologischen Abhängigkeit. Deutschland sei zu abhängig, sagte der Ministerpräsident. Wenn technologisch „alles auf eine Karte“ gesetzt werde, könne das erpressbar machen. Europa müsse deshalb souveräner werden.
Zum Schluss gab Wüst sich kämpferisch: Deutschland habe alles, um aus den Veränderungen neue Chancen, Wohlstand und soziale Sicherung zu machen. Seine Botschaft: „Kopf hoch Deutschland, bange machen gilt nicht.“
Die Digital X findet in diesem Jahr erstmals im Rheinauhafen statt. Mehr als 6000 Gäste kamen zum Auftakt. Rund um das Sport- und Olympiamuseum präsentierten mehr als 250 Partner ihre Angebote.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester verwies bei der Eröffnung auf die Bedeutung der Digitalwirtschaft für die Stadt. Rund 36.000 Menschen arbeiten demnach in Köln in der IT- und Kommunikationsbranche, die jährlich sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschafte.
