Die Fine Food Days Cologne bieten vom 30. August bis 13. September mehr als 30 Genussveranstaltungen an teils ausgefallenen Orten.
Gourmetfestival in KölnReise in die 20er Jahre und kulinarische „Blind Dates“

Fine Food Days Cologne
Copyright: Luis Rüsing
Es geht in die „Roaring Twenties“, es wird gesungen und gegessen, es wird diniert im „Bauch von Köln“ oder im Park an einem malerischen Teich – und das sind nur einige Stichworte, die die Events der diesjährigen Fine Food Days Cologne beschreiben. Kölns großes Gourmetfestival geht in seine siebte Auflage und beginnt am Sonntag, 30. August, mit der großen (und nahezu ausverkauften) Eröffnungsparty „Meet & Taste“ auf dem Gelände der Kartäuserkirche.
Die Gäste erwarten Zeit- und Genussreisen. Das Excelsior Hotel Ernst entführt in die Goldenen Zwanziger und lässt zu Live-Jazz, Swing und Charleston auffahren. Da Verkleiden in Köln Alltag ist, dürfte es den Genussfreunden nicht schwerfallen, dem Wunsch des Veranstalters Folge zu leisten: „Der Dresscode im Stil der Goldenen Zwanziger ist ausdrücklich erwünscht.“
Singen ist in diesem Jahr ein Trend bei den Fine Food Days Cologne: Die Grüngürtelrosen, längst mehr als ein Geheimtipp in der Kölner Kulturszene, machen Schloss Arff zur Bühne. Wolkenburg-Küchenchef Peter Golla zaubert dazu ein Barbecue der Extraklasse.
Gemeinsames Singen
In der Wolkenburg steht gemeinsames Singen auf dem Programm: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ lädt zu seinem 150. Geburtstag zu einer musikalisch-kulinarischen Reise durch 150 Jahre kölnische Stadtgeschichte mit der kölschen Gruppe „De Kallendresser“ ein. Der Abend verbindet historische und moderne Lieder mit einer feinen „Kölschen Fooderkaat“. Mitmachen ausdrücklich erwünscht.
Essen dort, wo man sonst nicht hinkommt: Volker Beuchert, Culinary Director von Kirberg Catering, tischt in den Hallen von Möllers auf. Der Lebensmittelgroßhändler beliefert die Spitzengastronomie mit allem, was sie für ihre Köstlichkeiten benötigt. Und ist sozusagen der „Bauch von Köln“. Ein ungewöhnliches Event wie mitten auf einem Markt.
Und noch eine Neuheit: Erstmals gibt es in diesem Jahr „Blind dates“. Kulinarische Wundertüten, denn wer bucht, weiß außer dem Termin nur, dass es einen „Abend mit vier Gängen auf spitzengastronomischem Niveau“ geben wird. Wer dafür wo sorgen wird, wird erst kurz vorher bekanntgegeben.
Auch Nelson Müller ist dabei
Das kulinarische Festival geht in diesem Jahr in seine siebte Auflage und bietet mehr als 30 Genussveranstaltungen. 20 gastronomische Betriebe haben sich dem Verein Fine Food Days Cologne angeschlossen, der sich zum Ziel gesetzt hat, die kulinarische Exzellenz Kölns und seiner Region bekannter zu machen.
Und der Verein wächst weiter: Neue Mitglieder sind „The Dutch“ in Junkersdorf mit Chefkoch Joschua Tepner, der auf das KD-Schiff „MS RheinDiamond“ einlädt und dort niederländische Raffinesse mit kölscher Lebensart verbinden wird. Ebenfalls dazugestoßen ist der TV-Koch und Neu-Rheinländer Nelson Müller. Er übernahm vor gut einem Jahr die Diepeschrather Mühle in Bergisch Gladbach und hat dort Julia Komp und die „Sahila“-Crew zu Gast, mit der er einen besonderen Abend gestalten wird. „Wir gehen in den Wald, um unsere Seele zu finden. Oder in die Küche.“ Und so gibt es kulinarische Köstlichkeiten an verschiedenen Stationen in der Natur rund um die Diepeschrather Mühle. Es geht ums gemeinsame Erleben, Teilen und Anstoßen: „Sharing is caring“, sagt Julia Komp.
„Dass der Verein weiterwächst, belegt, wie wichtig gemeinsame Marketing-Initiativen in der gastronomischen Branche sind“, sagt Franz Gruber („Gruber’s Restaurant“), Vorstandsmitglied der Fine Food Days Cologne (FFDC). Das Bündnis der Restaurants geht auf die Initiative von Michael Stern zurück, der nach schwerer Krankheit im Mai gestorben ist. „Das Festival wird im Gedenken an ihn und in seinem Sinne weitergeführt“, sagt FFDC-Vorstand Jürgen Blank (Excelsior Hotel Ernst). (red)
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