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Handgezogene NudelnBerliner Kultkette „Wen Cheng“ eröffnet in Köln

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Handgezogene, breite Nudeln, serviert mit Tofu und Kräutern.

Handgezogene Nudeln liegen im Trend – hier werden sie mit Tofu und Kräutern serviert. (Symbolbild) 

Die Berliner Kultkette Wen Cheng eröffnet Anfang Mai in Köln. Auf der Karte: handgezogene Biang-Biang-Nudeln aus der Showküche.

Die Berliner Kultkette „Wen Cheng“, bekannt für handgezogene Biang-Biang-Nudeln, kommt nach Köln. Geplant ist die Eröffnung am 9. Mai an der Flandrischen Straße 2 im lebendigen Belgischen Viertel – damit wäre es der erste Standort in der Domstadt.

Dass das Konzept funktioniert, zeigte sich bereits bei der Eröffnung des ersten Berliner Lokals: Laut eigener Aussage war es schon nach zwei Stunden ausverkauft. Auch bei der Eröffnung in Düsseldorf im vergangenen Jahr soll es einen großen Andrang und lange Schlangen gegeben haben.

Wen Cheng kommt nach Köln

2021 eröffneten die Betreiber der Nudel-Kette ihr erstes Restaurant in Berlin und wurden bereits ein Jahr später von den Berliner Meisterköchen als bestes „Kiez-Restaurant“ ausgezeichnet. Inzwischen betreibt das Unternehmen fünf Filialen in Berlin sowie Standorte in Hamburg und Frankfurt. In NRW ist bislang nur Düsseldorf vertreten – Köln ist nun der nächste Schritt.

Im Mittelpunkt stehen die Biang-Biang-Nudeln aus der chinesischen Provinz Shanxi: breit, lang und frisch von Hand gezogen – direkt vor den Augen der Gäste. In einer offenen Showküche lässt sich die Zubereitung der Nudeln nämlich live verfolgen. Auf der Karte stehen in der Regel zwei Varianten: die klassischen Biang-Biang-Nudeln und eine eigene Interpretation des Hauses. Beide werden wahlweise mit Rindfleisch, Lamm, Tofu oder veganem Hack und Aubergine serviert, ergänzt durch Bao Buns.

Handpulled Noodles in Köln

In Foodie-Kreisen sind handgezogene Nudeln zwar schon länger bekannt, dennoch gibt es wahrscheinlich weiterhin einen großen Teil der Bevölkerung, der dieses spezielle Gericht noch nicht probiert hat. Nach Köln gekommen sind die besonderen Nudeln etwa 2020, seitdem hat sich eine kleine, aber feine Szene rund um das Gericht entwickelt.

Lokale wie „Chin Burger“ – inzwischen am Friesenplatz – gehörten zu den ersten in Köln, die Biang-Biang-Nudeln auf die Karte gesetzt haben. Mittlerweile ist das Angebot deutlich gewachsen, etwa mit dem Qing Tian in Ehrenfeld, dem „Noodle Fan“ an gleich zwei Standorten, dem „Dong Wu“ mit seinen Feuernudeln oder dem „NaiNai Bao“ am Neumarkt. Alle diese Restaurants wurden bereits von unserer Gastro-Kritikerin Julia Floß besucht und überwiegend positiv bewerte

Wie bei Burgerläden oder Pizzerien gilt auch hier: Mehr Auswahl schadet nicht, zumal jede Küche ihren eigenen Ansatz mitbringt. „Wen Cheng“ setzt dabei auf eine sichtbare Zubereitung und die Strahlkraft einer etablierten Großstadtmarke – und ergänzt so die eher individuell geprägte Szene der Stadt.

Wen Cheng im Belgischen Viertel

Mit dem Belgischen Viertel hat „Wen Cheng“ einen Standort gewählt, der gut zum urbanen, internationalen und trendaffinen Publikum der Marke passt. Zuvor befand sich an der Adresse das Lokal „May Cologne“ mit vietnamesischer Küche. Ob sich auch in Köln bald Schlangen vor der Tür bilden, wird sich ab dem 9. Mai zeigen – zumindest spricht das bisherige Interesse für ein entsprechend großes Echo.

Wen Cheng, Flandrische Straße 2, 50672 Köln, Eröffnung: 9. Mai 2026 (bestätigt von Wen Cheng) | www.wenchengnoodles.com