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Grüne Fassaden für KölnSo kühlen Pflanzen euer Haus im Sommer

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Neubau mit einer komplett begrünten Fassade

In rund 2000 Gefäßen mit verschiedenen Pflanzen wird dieses Gebäude in Stuttgart begrünt. Damit soll die Fassade durch Verschattung und Verdunstung gekühlt, die Luftqualität gesteigert und Lärm reduziert werden.

Eine bepflanzte Außenwand hat zahlreiche Vorzüge, aber eine sorgfältige Konzeption und Instandhaltung sind unerlässlich. Hier die wichtigsten Punkte.

Eine bepflanzte Außenmauer senkt die Innentemperatur, reinigt die Luft von Partikeln und bietet Tieren eine Heimat. Dies erfordert jedoch eine gute Vorbereitung und regelmäßige Wartung.

Eine von Pflanzen bedeckte Außenwand anstelle einer kahlen Mauer verhindert an warmen Tagen eine übermäßige Erwärmung der Innenräume. Laut einer Meldung der dpa hebt der Verband Fenster + Fassade (VFF) zusätzliche positive Aspekte hervor: Die Bepflanzung reduziert Feinstaub, kann die Laune verbessern, dient als Refugium für Vögel sowie Insekten und dämpft Lärm.

Jedoch bedarf eine derartige Pflanzenwand einer kontinuierlichen Instandhaltung. Ein periodisches Zurückschneiden ist beispielsweise essenziell. Abhängig von der Ausführung der Begrünung sind außerdem technische Vorrichtungen und Halterungen zu überprüfen und instand zu halten. Eine präzise Vorausplanung über den Umfang und die Methode der Fassadenbepflanzung ist daher von großer Bedeutung.

Vom Boden oder direkt an der Wand

Nach Angaben des Verbandes existieren prinzipiell zwei Methoden: Klettergewächse können entweder vom Erdboden aus an Klettergerüsten emporwachsen oder Pflanzbehälter werden unmittelbar an der Außenwand angebracht. Der VFF empfiehlt für beide Optionen die Beauftragung eines spezialisierten Unternehmens. Ebenso erachtet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) professionelle Beratung als ratsam, sobald das Vorhaben über eine einzelne Kletterrose oder Clematis am Balkon hinausreicht.

Die Konzeption muss daher die zusätzliche Last durch die Bepflanzung, Feuchtigkeit und Windlasten einbeziehen. Der Zugang zu Fenstern, Balkonen, Sonnenschutzvorrichtungen und Fluchtwegen darf nicht behindert werden und ihre Erreichbarkeit muss gewährleistet sein. Ein zu dichter Bewuchs der Außenwand ist zu vermeiden, um eine ausreichende Luftzirkulation sicherzustellen und Staunässe an der Mauer zu verhindern. Bei komplexeren Installationen ist außerdem eine funktionierende Bewässerung und Drainage entscheidend.

Diese Pflanzen eignen sich für die Hauswand

Laut Nabu haben Personen, die ihre Bepflanzung unmittelbar ins Erdreich setzen, die Option zwischen Selbstklimmern und Gerüstkletterern. So benötigen beispielsweise Efeu und Wilder Wein keine Kletterunterstützung, um an einem Bauwerk emporzuwachsen. Im Gegensatz dazu sind für Schling- und Rankgewächse sowie Spreizklimmer Hilfskonstruktionen erforderlich. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Blauregen, die Weinrebe, Kletterrosen oder das Geißblatt.

Insbesondere bei den Selbstklimmern mit ihrem unvorhersehbaren Wuchsverhalten ist es entscheidend, ihr Wachstum durch periodisches Beschneiden zu kontrollieren und eine übermäßige Ausbreitung zu verhindern. Des Weiteren muss die Außenmauer vollkommen unbeschädigt sein, da die Pflanzen andernfalls Gebäudeschäden hervorrufen können. Schlinggewächse müssen laut Nabu ebenfalls kontrolliert werden, um zu vermeiden, dass sie beispielsweise eine Dachrinne in Mitleidenschaft ziehen.

Nach möglicher Förderung erkundigen

Personen, die eine Bepflanzung ihres Hauses in Erwägung ziehen, sollten sich über eventuelle Fördermöglichkeiten informieren. Fassadenbegrünungen erhalten im Kontext der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) derzeit zwar keine Förderung als separate Einzelmaßnahme. Jedoch stellen einige Kommunen und Bundesländer, einschließlich der Kölner Region, finanzielle Unterstützung durch passende Programme für städtisches Grün bereit. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.