In Köln-Bickendorf ist am Samstagvormittag (16. Mai) ein Feuer ausgebrochen. Fenster und Türen sollten über Stunden geschlossen gehalten werden.
Entwarnung am MittagRauchalarm nach Brand in Köln-Bickendorf – Hauptquartier der „Wilden Horde“ zerstört
Alarm am Samstagvormittag (16. Mai): In Köln-Bickendorf ist in einer Werkstatt ein Feuer ausgebrochen. „Durch einen Brand kommt es im Bereich Bickendorf, Vogelsangerstraße und angrenzenden Bereichen zu Geruchsbelästigung und Rauchausbreitung“, schrieb die Feuerwehr. Auch die Warn-Apps NINA und Katwarn lösten aus. Verletzt wurde offenbar niemand.

Ausgebrannte Werkstatt in Köln-Bickendorf: In der oberen Etage war der Gruppenraum der „Wilden Horde“.
Copyright: Christian Löer
Fenster und Türen sollten aufgrund der Brandgase geschlossen gehalten, Lüftungs- und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Auch in Ehrenfeld roch es nach verbranntem Kunststoff, meldeten Anwohner. Über Bickendorf stand eine große Rauchwolke. Gegen Mittag war das Feuer unter Kontrolle, die Warnung wurde aufgehoben. Mehrere Gebäude sind einsturzgefährdet. Zur Höhe des Schadens ist noch nichts bekannt. Gegen 16 Uhr waren die Löscharbeiten weitgehend abgeschlossen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Gruppenraum der „Wilden Horde“ zerstört
Der Notruf ging nach Auskunft der Feuerwehr um 9.31 Uhr ein. Der Brandort liegt an der Vogelsanger Straße 380 und damit in der Nähe der dortigen Schrottplätze. Das Feuer brach nach Auskunft der Polizei bei Schweiß- oder Lackierarbeiten in einem Karosseriebetrieb aus. Auch das Dach des Gebäudes stand in Flammen, von einem Brand „in voller Ausdehnung“ war die Rede. Drei Löschzüge waren im Einsatz.

Köln: Über Bickendorf hängen am Samstag (16. Mai) schwarze Rauchwolken. In der Vogelsanger Straße brennt eine Werkstatt.
Copyright: Uwe Weiser
Wohngebäude waren nicht vom Feuer in Köln-Bickendorf betroffen. Allerdings befindet sich der Gruppenraum der „Wilden Horde 96“, einer Ultra-Fangruppe des 1. FC Köln, laut Informationen der Polizei in der Nachbarschaft des Brandorts. Das Hauptquartier wurde durch ein Übergreifen der Flammen zerstört.
Die Anhänger des FC haben seit Jahren ihre Zentrale an der Vogelsanger Straße. Die Busse, die auf dem Weg zum FC-Spiel in München waren, kehrten nach den ersten Meldungen vom Brand nach Köln zurück.
Bereits vor gut drei Jahren hatte es in der Nähe gebrannt, auch damals gab es eine starke Rauchentwicklung, verbunden mit einer Warnmeldung. Am 3. Februar 2023 war das Feuer bei Schweißarbeiten in einer Autowerkstatt auf der Vogelsanger Straße 372 ausgebrochen. Es kam niemand zu Schaden, aber die Löscharbeiten zogen sich länger hin. (cme, chl)
