Das 49-Euro-Ticket kommt zum 1. Mai 2023. Davon profitieren auch viele Arbeitnehmer. Sie könnten das Ticket günstiger bekommen.
DeutschlandticketRabatt für 49-Euro-Ticket geplant – wer ihn erhalten kann

Vor allem Pendler werden vom Deutschlandticket enorm profitieren.
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Am 1. Mai dürfte das Deutschlandticket endlich an den Start gehen, auch wenn noch viele bürokratische Hürden zu nehmen sind. Nach zwei Tagen Verhandlungsmarathon sind sich die Verkehrsminister des Bundes und der Länder einig. Nochmal soll der Termin, der ursprünglich für Anfang Januar angekündigt wurde, nicht verschoben werden.
Das 49-Euro-Ticket wird für eine Übergangszeit nur ein Papierticket sein. Zu verschieden sind die Kontrollsysteme in Deutschland, um bis zum Mai eine einheitliche digitale Plattform zu schaffen. Die Nutzer werden das verschmerzen können. Für sie ist vor allem eine andere Nachricht interessant. Unternehmen sollen das Ticket wie bei den Jobtickets ihren Mitarbeitenden mit einem Rabatt anbieten können, wenn sie sich an den Kosten beteiligen.
Die Verkehrsminister hoffen, dass dadurch die Nachfrage steigt und die Einnahmeausfälle zum Teil kompensiert werden.
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Tobias Hahn/KStA Grafik
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Die Stadt Stuttgart ist bereits vorgeprescht und wird allen Mitarbeitenden das Deutschlandticket kostenlos zur Verfügung stellen. Das gilt für alle Beschäftigten in der Stadtverwaltung, den Eigenbetrieben und den Kitas. Das hat der Stadtrat auf Vorschlag von Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) beschlossen und dafür 8,8 Millionen Euro bereitgestellt.
Im Gegensatz zur Arbeitgeberzulage zum Jobticket ist das kostenlose ÖPNV-Ticket sogar steuerfrei. Auch mögliche Preiserhöhungen will die Stadt übernehmen. „Wir wollen in Zeiten des Fachkräftemangels als Arbeitgeber noch attraktiver werden und einen Beitrag zum Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr leisten“, sagt Nopper.
Um es Stuttgart gleichzutun, müsste die Stadt Köln mit ihren 22 000 Beschäftigen pro Jahr für diesen konkreten Beitrag zur Verkehrswende knapp 13 Millionen Euro in die Hand nehmen. Und die Personalprobleme bei der KVB in den Griff kriegen. (mit dpa)