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Update

Starkregen und Hagel
Unwetter über Köln – Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz

2 min

Erst Hitze, jetzt Unwetter: Am Freitagabend erreichen schwere Gewitter Köln und die Region. Auch in den nächsten Tagen kann es nass werden.

In Köln und der Region ist es am Freitagabend (19. Juni) zu schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel gekommen. Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Unwetterwarnung veröffentlicht. Heftiger Starkregen mit Niederschlagsmengen um 35 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h und Hagel mit Korngrößen bis zu drei Zentimetern waren demnach möglich. Die Warnung galt bis 20 Uhr.  

Kurz darauf kam es im Kölner Stadtgebiet zu heftigen Niederschlägen, auch dicke Hagelkörner prasselten hernieder. Bei Polizei und Feuerwehr gingen im Minutentakt Meldungen über umgestürzte Bäume und Überschwemmungen ein.

Gewitter in Köln und Region: Einsätze im ganzen Stadtgebiet

Ein Polizeisprecher bestätigte am Freitagabend flächendeckende Einsätze im gesamten Stadtgebiet. „Zum Glück liegen bislang keine Meldungen über Verletzte vor“, so der Sprecher weiter. Die Aufräumarbeiten werden sich den Angaben zufolge noch bis in die Abend- und Nachtstunden hinziehen.

Vereinzelt flogen Stühle auf die Straße, in Mauenheim in Weidenpesch knickten Bäume um. Auch auf dem Deutzer Ring wurde ein Baum entwurzelt, stürzte auf die Straße und krachte auf ein Auto. Auch hier ist die Feuerwehr vor Ort.

Auf der Autobahn A57 Höhe Neuss in Fahrtrichtung Köln regnet es am Freitagabend (19. Juni) stark.

Auf der Autobahn A57 Höhe Neuss in Fahrtrichtung Köln regnet es am Freitagabend (19. Juni) stark.

In den kommenden Tagen bleibt es laut DWD weiterhin schwül-heiß. Bis Montag kann es laut der Prognose an manchen Orten jedoch auch sehr nass und ungemütlich werden. Für die Nacht zum Samstag warnt der DWD für den nördlichen Niederrhein und das westliche Münsterland vor erneut stärkerer Gewitteraktivität mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Auch am Sonntag und Montag sind gebietsweise bei Gewitter und Starkregen möglich.

Stadt Bonn trifft Vorkehrungen wegen Unwetterwarnung

Die Stadt Bonn traf nach den Unwetterwarnungen und wegen wiederholter Überschwemmungen in zurückliegenden Jahren bereits Vorkehrungen. An Bächen habe das Tiefbauamt Gitter kontrolliert und von Ästen und Müll befreit, um Verstopfungen von Durchlässen vorzubeugen. Man setze zudem auf Hochwasser-Alarmsysteme, die in den vergangenen Jahren an Bachläufen installiert worden seien und die fortlaufend die Pegel ermittelten.

Die Hitzewelle soll den Meteorologen zufolge unterdessen auch in der nächsten Woche anhalten: Dann werden sogar noch höhere Temperaturen von mehr als 37 Grad prognostiziert. Hitzerekorde könnten gebrochen werden.

Die extremen Temperaturen können vorrangig alte und kranke Menschen sowie Kinder in riskanter Weise belasten. Experten raten, viel zu trinken und sich möglichst in kühlen Räumen aufzuhalten. Die Kölner Feuerwehr und der ADAC warnen unterdessen vor den Gefahren überhitzter Autos: Menschen oder Tiere sollten bei den aktuell hohen Temperaturen auch nicht nur für einen kurzen Moment im Auto zurückgelassen werden. (das/dpa)