Kicken ohne TermindruckKölner Hobbyfußballer planen eine Veedelsliga

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Die Veedelskicker vor dem Dom

Köln-Seeberg – Nicht nur beim gemeinsamen Kicken auf dem Platz sind sie eine Gemeinschaft. Im Gegenteil: Sie bezeichnen sich selbst als große Familie, die das Miteinander und den gegenseitigen Beistand besonders groß schreibt sowie das Engagement für soziale Projekte. Die „Veedelskicker“haben sich im Jahr 2017 gegründet. In ihrer Heimspielstätte, der Soccer-Arena am Stallagsbergweg 2a unweit des Fühlinger Sees, haben sie Großes vor: Schon in Kürze wollen sie eine „Veedelsliga“ für gleichgesinnte Kölner Teams aufbauen.

„Der Hauptteil der Gruppe besteht aus einem alten Freundeskreis“, erläutert René Pietsch, Gründer der Veedelskicker, die derzeit 25 Mitglieder zählen. „Ich habe selbst über lange Jahre Vereinsfußball gespielt und musste wegen eines Kreuzbandrisses lange pausieren. Durch meinen Kontakt zu anderen Thekenteams kam ich auf die Idee, selbst so etwas zu machen.“ Nach einer etwas holprigen Start- und Findungsphase nahm man nach anderthalb Jahren an den ersten Freizeit- und Juxturnieren teil. Sie entwarfen ein schönes Vereinslogo; im Wappen findet sich der Umriss des Kölner Stadtgebiets inklusive Narrenkappe. Mit der Brauerei Früh fand man einen Hauptsponsor, der auch die Präsentationsanzüge stellte.

Der Hauptgedanke des gemeinsamen Kickens ist, Spaß zu haben ohne Termin- und Liga-Spielplanstress; wenn jemand mal keine Zeit zum Trainieren oder Spielen hat, ist dies in Ordnung. „Das Miteinander und Gruppenleben ist uns besonders wichtig, inklusive unserer Partnerinnen und Kinder“, so Pietsch.

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Mit den „Veedelswievern“ haben die Spielerfrauen ihren eigenen Freundeskreis gegründet; gemeinsam engagiert man sich in Projekten zur Obdachlosenhilfe, für Weihnachtsspendenaktionen, für das Tierheim Dellbrück oder arbeitet mit Jugendeinrichtungen zusammen, mit denen man sich zu „bunten Abenden“ trifft. Kürzlich erst waren die Veedelskicker auf einem Teamausflug in den Niederlanden.

Die neue Veedelsliga soll Mitte Oktober bis Februar 2022 in der ebenfalls noch recht neuen „Soccer-Arena“ stattfinden. „Wir planen einen jährlichen Modus mit Wanderpokal und eventuell sogar prominenten Kommentatoren“, so Pietsch. Bei gutem Anklang sei auch ein Open-Air-Turnier im kommenden Sommer möglich. Zuvor jedoch werden die Veedelskicker und Veedelswiever im September ausgiebig ihr vierjähriges Bestehen feiern.

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