- Über Köln und die Kölner kann unser Autor Peter Berger manchmal nur den Kopf schütteln – oder schallend lachen.
- In seiner satirischen Köln-Kolumne „Die Woche”, in der er die Nachrichten der vergangenen sieben Tage humoristisch verarbeitet.
- Warum die Kölner die Domumgebung erst abreißen und dann neu planen.
Köln – Für seine Idee, die Erinnerung an Köln zu Beginn des 21. Jahrhunderts wenigstens in einem virtuellen Stadtmuseum aufrechtzuerhalten, wird man den Vorsitzenden des Vereins der Freunde der seit Jahren heimatlosen Einrichtung eines Tages mit Auszeichnungen nur so überschütten.
Ist so doch wenigstens gewährleistet, dass die 2020er Jahre, in der Köln mit aller Kraft versucht, zumindest die Domumgebung in den Originalzustand der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zu versetzen, um noch einmal ganz von vorn anfangen zu können, der Nachwelt zumindest virtuell erhalten bleibt. Es sind nahezu die gleichen Bilder wie 1946 – nur ohne Trümmerfrauen.
Warum wurde Köln eigentlich wieder aufgebaut?
Mit dem kleinen Unterschied, dass die unermüdlichen Helferinnen damals von ihrem Tun überzeugt waren, während knapp 77 Jahre später erstmal abgebrochen und danach überlegt wird, ob man sich den Wiederaufbau überhaupt noch leisten kann.
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Wegen der Pandemie, den gestörten Lieferketten und der galoppierenden Inflation. Die Trümmerfrauen hätten das Zeughaus oder die Bastei ohne Diskussionen und das Einschalten eines Sachverständigen für Bauablauf-Störungen in einen betriebsbereiten Zustand versetzt.
Das ist heute anders. Da zählt es zu den mutigen Entscheidungen, die Trankgasse am Dom vorübergehend in eine Fahrradstraße zu verwandeln. Und zwar so lange, bis die Bauarbeiten auf der Domplatte beendet sind. Das klingt nach einer Dauerlösung.



