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„Neue Wellen“ in der RufffactoryIndie-Pop-Festival findet zum ersten Mal in Köln-Ehrenfeld statt

Lesezeit 3 Minuten
Joshua von Söhnen (links) und Patrik Thies stehen in der Rufffactory, im Vordergrund sieht man eine Mauer.

Joshua von Söhnen (links) und Patrik Thies veranstalten das „Neue Wellen“-Festival in der Rufffactory in Köln-Ehrenfeld.

Das „Neue Wellen“-Festival findet im April zum ersten Mal in der Rufffactory in Köln-Ehrenfeld statt. Auf dem Plan steht vor allem Indie-Pop.

Neue Sounds für Köln: Das möchten Patrik Thies und Joshua von Söhnen mit ihrem „Neue Wellen“-Festival erreichen. Am 15. April soll das Tagesfestival in der Ehrenfelder Rufffactory stattfinden, am 29. Juli zudem im Odonien. Als Headliner treten im April Tigermilch auf, der ursprünglicher Headliner Graustufe West musste vergangene Woche aus gesundheitlichen Gründen absagen. Außerdem dabei: Viel Weiß und Rot, Elena, Paulinka und einige mehr.

„Es gibt viele Veranstaltungen in Köln, aber irgendwie ist alles sehr elektronisch angehaucht“, sagt Thies. „Der Bedarf an Indie-Veranstaltungen ist da, aber es gab noch kein richtiges Festival dafür“, so der 35-Jährige. Also haben die beiden Arbeitskollegen im vergangenen August angefangen, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

Veranstaltungen und Konzerte organisieren sei eine Nebenbeschäftigung, sagt Thies: „Wir haben vorher schon Veranstaltungen und Festival geplant, aber noch nicht in Köln. Während der Corona-Zeit haben wir immer gesagt: Wenn es irgendwann wieder geht, dann wollen wir da unbedingt etwas machen.“ Jetzt geht es.

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Da kriegt man praktisch alles hinterhergeschmissen. Wenn man da sagt, man möchte etwas machen, dann passiert das sofort.
Joshua von Söhnen, Veranstalter des Neue-Wellen-Festivals

Köln sei jedoch ein härteres Pflaster als andere, kleinere Orte, sagt Joshua von Söhnen. Der 28-Jährige stammt ursprünglich vom Niederrhein. „Ich habe vorher in Mönchengladbach und Aachen Events gemacht, nach Köln habe ich es nie geschafft.“ In Mönchengladbach sei nicht viel los, sagt er. „Da kriegt man praktisch alles hinterhergeschmissen. Wenn man da sagt, man möchte etwas machen, dann passiert das sofort. Dafür kommen aber auch weniger Leute.“

In Köln sei das anders. Das Überangebot mache es deutlich schwerer, Fuß zu fassen. „Aber die Menschen haben mehr Lust auf sowas. Das ist auch schön“, sagt von Söhnen, der in Köln auch das Kaffeeunternehmen „Hi Kaffee“ besitzt. „Es war schon sehr schwer für uns, überhaupt Locations zu finden, wo wir was machen können“, sagt auch Patrik Thies. „Aber irgendwann hat es dann doch funktioniert und wir haben die Zusage bekommen.“

Neue-Wellen-Festival in Köln: Knödel und hausgemachtes Eis in Rufffactory

Neben Musik wird es im Keller der Ruffactory eine Ausstellung und Lichtinstallation geben, zudem ein kleines Rahmenprogramm und Essensstände im Außenbereich. Dort wird es einen Knödelstand geben, ein Ehrenfelder Kiosk macht frische Salate und Quiches, die „Eisdealer“ aus Mönchengladbach kreieren eine eigene Eissorte fürs Festival. Zappes Broi und Kölsches Wasser versorgen mit ausreichend alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.

„Der Fokus aber liegt auf der Musik“, sagt Joshua von Söhnen. „Es gibt im Moment viele Künstlerinnen und Künstler, die diesen 80er-Jahre Sound der Neuen Deutschen Welle wieder aufgreifen.“ Neue Neue Deutsche Welle nennen viele dieses Genre. Das soll auch im Odonien, wo sonst eher Techno-Beats übers Gelände schallen, das Hauptaugenmerk sein. „Es wird dort etwas poppiger“, sagt Thies, „und ein wenig elektrononisch. Aber das Konzept bleibt das gleiche.“


Neue Wellen, Rufffactory, 15. April ab 14 Uhr, Tickets gibt es für 27,50 Euro. Die Aftershow-Party im Nachtigall ist ausverkauft.

Odonien (Open-Air), 29. Juli ab 14 Uhr, Tickets gibt es für 29,70 Euro.

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