Köln – Der Zoll am Flughafen Köln/Bonn hat bei einer Kontrolle eine hohe Geldsumme sichergestellt. Über eine Million Euro und 200.000 britische Pfund wurden bei der Überprüfung nur eines Fluges gefunden.
Nachdem Zöllner am Flughafen Köln/Bonn bereits am 28. November diesen Jahres im Rahmen der Gepäckkontrolle eines Fluges in die Türkei zunächst einen Koffer mit 200.000 britischen Pfund in bar entdeckt hatten, entschlossen sie sich dazu, auch das übrige Gepäck des Fluges einer Kontrolle zu unterziehen. Dabei stießen die Beamten auf drei weitere Koffer, in denen sich zusammen mehr als eine Million Euro in bar befanden.
Geldfund am Flughafen Köln/Bonn: Verfahren eingeleitet
Die ersten Ermittlungen ergaben: Die Gepäckstücke gehörten vier Reisenden, die beabsichtigten, damit in die türkische Hauptstadt Istanbul zu reisen. Erster Schritt: Gegen die vier Personen wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, weil sie die Barmittel bei der Ausreise nicht angemeldet haben. Das hätte bereits vorab passieren müssen.
Die Zöllner stellten das Geld sicher, die vier Personen mussten ihre Reise ohne ihre wertvolle Fracht antreten. Jetzt prüft eine gemeinsame Finanzermittlungsgruppe des Zolls und der Polizei, ob es sich dabei möglicherweise um den Versuch der Geldwäsche handelt. Sollte das der Fall sein, müssen sich die vier Personen in dieser Hinsicht verantworten.
Köln: Barmittel beim Zoll schriftlich anmelden
Der Zoll weist deshalb darauf hin: Bei der Ausreise aus Deutschland in einen Staat, der nicht Mitglied der EU ist, müssen mitgeführte Barmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr bei der zuständigen Zollstelle schriftlich angemeldet werden. Mit diesen Kontrollen trägt der Zoll dazu bei, Zahlungsmittel aus illegalen Quellen, wie z. B. dem Drogenhandel aufzuspüren.
Während der täglichen Arbeit hat der Zoll immer wieder mit kuriosen Fällen zu tun: Am Flughafen Düsseldorf beispielsweise fanden Beamte im Oktober 2019 mehrere Exemplare türkischen Börek, die wertvoll gefüllt waren: mit goldenen Armreifen, die im „sicheren” Versteck illegal transportiert werden sollten. (red)
