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Neue modernisierte Giraffen-AnlageBedrohte Schönheiten ziehen in den Kölner Zoo ein

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10.07.2026, Köln: Der Kölner Zoo eröffnet seine neue Giraffenanlage und stellt seine neuen Giraffen vor.  Alles soll größer, moderner, abwechslungsreicher werden

Seit Freitag, 10. Juli, sind die beiden Giraffen im Kölner Zoo.

Nach dem Umbau der Giraffenanlage sind nun die beiden Weibchen Maoli und Penda eingezogen. Besucher können ihnen künftig auf Augenhöhe begegnen.

Als erste streckt Penda ihren Kopf aus dem Tor, kurz darauf folgt Maoli. Nach einer Gedenkminute setzen sich die beiden Grazien in Bewegung und erkunden ihr neues Außengehege, zupfen ein paar Blätter von den Bäumen und pullern in die Ecke. Die beiden Kordofan-Giraffen sind die neuen Schönheiten des Kölner Zoos.

Am Montag sind die 4,50 Meter hohen Tiere mit einem Spezialtransporter aus dem Dortmunder Zoo nach Köln gekommen. Nun lernen sie in aller Ruhe ihr neues Zuhause kennen. Mit den hohen Temperaturen haben sie schon mal keine Probleme: Kordofan-Giraffen stammen aus afrikanischen Ländern wie Kamerun, dem Tschad oder Süd-Sudan, wo es bekanntlich auch ziemlich heiß werden kann.

Kölner Zoo unterstützt Bildungsprojekt in der Serengeti

Zwei Jahre lang mussten die Zoobesucher auf die höchsten Landsäuger der Erde verzichten, denn die Anlage aus den 1960-er Jahren wurde für 6,5 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Anstatt der bisherigen Netzgiraffen können nun ihre extrem seltenen Artverwandten der Gattung „Giraffa camelopardalis antiquorum“ bewundert werden. In der Wildnis lebten nur noch rund 1400 Exemplare, so Zoodirektor Theo Pagel bei der Eröffnung des neuen Giraffenhauses: „Das ist die bedrohteste Giraffe überhaupt.“

Deswegen werden Penda und Maoli, die sieben Jahre alten Weibchen, demnächst Gesellschaft von einem Bullen bekommen, der aus Frankreich nach Köln übersiedelt: „Ich hoffe, dass wir hier mal eine schöne große Herde sehen können“, so Pagel. Um den Lebensraum der Tiere zu schützen, unterstützt der Zoo wie berichtet ein Bildungsprojekt im kenianischen Teil der Serengeti.

10.07.2026, Köln: Der Kölner Zoo eröffnet seine neue Giraffenanlage und stellt seine neuen Giraffen vor.  Alles soll größer, moderner, abwechslungsreicher werden

Im Innenbereich der Giraffenanlage haben die Tiere genug Platz, um sich im Winter der Witterung zu entziehen.

Künftig können Besucher den Giraffen auf Augenhöhe begegnen

Das bestehende Giraffenhaus wurde kernsaniert und wesentlich erweitert. In einer lichtdurchfluteten Laufhalle haben die Tiere nun auch im Winter genug Platz. „Wenn es null Grad ist, gehen die nicht gerne raus“, so Johanna Rode-White, Kuratorin für die Giraffen. Neu ist auch eine Waage und eine Wand für medizinische Trainings.

10.07.2026, Köln: Der Kölner Zoo eröffnet seine neue Giraffenanlage und stellt seine neuen Giraffen vor.  Alles soll größer, moderner, abwechslungsreicher werden

Über eine Plattform können Zoogäste beim Füttern der sechs Meter großen Tiere mithelfen.

Auf einer Aussichtsplattform können Zoogäste den bis zu sechs Meter hohen Giraffen künftig auf Augenhöhe begegnen und sie mitfüttern. Von hier aus lässt sich gut der Außenbereich überblicken, der fast um das Doppelte gewachsen ist. Langfristig sollen Penda und Maoli sich auch nachts draußen aufhalten dürfen: „Die schlafen eh nicht viel“, so Rode-White. Das Gehege werden sich die beiden künftig mit Mhorr-Gazellen teilen, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind.

10.07.2026, Köln: Der Kölner Zoo eröffnet seine neue Giraffenanlage und stellt seine neuen Giraffen vor.  Alles soll größer, moderner, abwechslungsreicher werden -- Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg

Zoodirektor Theo Pagel und Vorstand Christopher Landsberg bei der Eröffnung der neuen Giraffenanlage.

Direkte Nachbarn von Penda und Maoli werden zudem Nacktmulle und Ringelschwanzmungos sein. Ihre Anlagen unter dem Dach des Giraffenhauses konnten allerdings, anders als geplant, jetzt noch nicht in Betrieb genommen werden. Versehentlich sei ein falsches Netz geliefert worden, so Theo Pagel. Die Eröffnung werde sich aber nur um wenige Wochen verzögern. Nacktmulle gab es bisher noch nicht im Zoo, die Nagetiere sind ausschließlich unterirdisch aktiv, werden aber mithilfe eines Querschnitts durch das Erdreich bei der Arbeit zu sehen sein.

Die 52-jährige Anke ist vorerst mit den Giraffen zufrieden. Die Kölnerin hat eine Jahreskarte für den Zoo und war schon dabei, als Penda und Maoli angeliefert wurden. „Das ist einfach nur Wahnsinn“, sagt die Kölnerin beim Anblick der eleganten Zoobewohner: „Die schönen Augen mit den langen Wimpern beneide ich.“