Auf der Bonner Straße lief am Montagvormittag ein Großeinsatz, nachdem mehrere Schüsse auf ein Café abgegeben worden waren.
Fahndung in KölnMann soll auf türkisches Café in Bonner Straße geschossen haben
In der Kölner Südstadt ist es am Montagmorgen (31. August) zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen, nachdem ein Unbekannter auf ein Café geschossen hatte. Verletzt wurde niemand, es läuft eine Fahndung nach dem Täter.
Vier Schüsse wurden auf die Front des Cafés auf der Bonner Straße 42 abgegeben. Mehrere Einschusslöcher klafften anschließend in der großen Fensterscheibe. „Zeugen haben gegen 7.45 Uhr den Notruf gewählt“, erklärte eine Polizeisprecherin.
Bei dem mutmaßlichen Schützen soll es sich laut Zeugen um einen ungefähr 1,70 bis 1,80 Meter großen, dunkel gekleideten und glatzköpfigen Mann handeln, der einen Kapuzenpulli trug. Er soll anschließend zu Fuß in Richtung Zugweg geflüchtet sein. Eine Fahndung nach ihm läuft.
Kölner Polizei prüft Zusammenhang zu vorherigen Taten
Im August wurden bereits mehrfach Kölner Geschäfte beschossen. In der Nacht zu Freitag (21. August) zielten bislang Unbekannte auf ein Juweliergeschäft auf der Keupstraße, zuvor war auf ein Uhrengeschäft auf der Breite Straße zweimal innerhalb weniger Tage geschossen worden.
„Zusammenhänge zu Taten, die in den letzten Wochen stattgefunden haben, werden derzeit geprüft“, erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Es läge aber noch kein konkreter Hinweis vor.
Die Bonner Straße wurde am Montagmorgen von der Polizei abgeriegelt. Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort, darunter die Spurensicherung sowie Polizeihunde. Mehrere Patronenhülsen wurden sichergestellt.
Anwohner berichtet von Schüssen auf Bonner Straße
Anwohner Jonas B. berichtete, dass er gegen 7.30 oder 7.45 Uhr von drei bis vier Schüssen geweckt wurde. „Es war superlaut“, erzählte er. „Man fühlt sich schon unwohl. In Köln ist es in den letzten Wochen immer wieder durch die Nachrichten gegangen, dass es Schießereien gibt.“ Aber direkt vor der eigenen Haustür in der Südstadt sei es dann noch mal was ganz anderes. „Man fühlt sich einfach unsicher“, so der 22-Jährige.
Wegen des Großeinsatzes war die Bonner Straße ab Chlodwigplatz stadtauswärts gesperrt. Kurz vor Mittag wurde sie wieder freigegeben. Lediglich der direkte Tatort vor dem Lokal war für die Arbeit der Spurensicherung noch länger abgesperrt. (LKH, iri)
