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Musik, Kölsch und StreetfoodTausende feiern beim Südstadtfest auf der Bonner Straße

2 min
Das Wetter war gut beim Südstadtfest 2026.

Das Wetter war gut beim Südstadtfest 2026.

Livemusik, Streetfood und Veedelsgefühl lockten die Menschen am Wochenende in die Südstadt.

Die Sitzplätze sind knapp. Die Biertische vor der „Bananeninsel“, dem Kreisverkehr mit Palmen und Bananenstauden an der Bonner Straße, heiß begehrt. „Wir sind extra früh gekommen, um hier einen Platz zu kriegen“, erzählt Lars Hauptmann, der sich mit seinen Stammtischfreunden, den „achtarmigen Orglern“, beim diesjährigen Südstadtfest mit „Schocken“ (Würfelspiel) und „Wizard“ (Kartenspiel) die Zeit am Biertisch vertreibt. Bei Aperölchen und Kölsch genießen er und seine Freunde das Veedelsfest. „Wir sind jedes Jahr hier“, sagt er. „Es ist einfach fantastisch!“

Das Südstadtfest zog zahlreiche Besucher an.

Das Südstadtfest zog zahlreiche Besucher an.

Ähnlich argumentierte Kölns Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger (CDU), die bei der Eröffnung des zweitägigen Veedelsfestes am Wochenende von einer „ganz besonderen Atmosphäre“ sprach, die man hier überall spüre und die die Südstadt weit über Kölns Grenzen hinaus bekannt mache. Das Veedel sei lebendig, kreativ, manchmal aber auch ein bisschen eigensinnig – aber genau deshalb auch so liebenswert, sagte sie.

Die Bonner Straße wurde zum Open-Air-Club

Lebendig präsentierte sich auch die junge Schulband The Berries des Kölner Humboldt-Gymnasiums bei ihrem Debüt auf der Bühne am Bonner Wall. Mit flotten Rock- und Popsongs eröffneten die 13 jugendlichen Musikerinnen und Musiker das umfangreiche Wochenend-Bühnenprogramm. In der Folge machten Chorgesang, kölsche Klänge sowie Reggae und Brass-Sound die Südstadt zum Open-Air-Club. Es ist dieser vielseitige Mix aus Livemusik, Kultur, Unterhaltung und Mitmachaktionen, kombiniert mit lokalen und exotischen Streetfood-Angeboten, der zehntausende Besucher auf die Bonner Straße lockte.

Knapp 95 Händler, Geschäftsleute, Manufakturen, Vereine und Gastronomen beteiligten sich am Veedelsfest, berichtet Veranstalterin Alice Baker von der Aktionsgemeinschaft rund um Bonner Str./Chlodwigplatz (ABC). Zum ersten Mal dabei war die Handwerksmetzgerei Friedrichs. Der Familienbetrieb mit Ladenlokalen in Sülz und Rodenkirchen sei einer der letzten Betriebe in der Region, die hochwertige Fleisch- und Wurstwaren nachhaltig in eigener Herstellung produzieren, berichtet Geschäftsführer David Friedrichs.

Für Nachhaltigkeit ganz anderer Art sorgte die KG Grüne Rheinfunken. Unter dem Titel „Fläsch back“ sammelte der Karnevalsverein leere Glasflaschen ein, um sie dann wieder in den Wertstoffkreislauf zurückzugeben. Neben vielen Südstadt-Händlern zeigten Künstler wie der Fotograf Len Finke von kölnknipse, der Architekt und Comiczeichner Sebastian Strombach und Susanne Flimm vom Cöln Comic Haus ihre Kunstwerke. Beim Torwandschießen feierten Fans am Stand des Südstadt-Clubs Fortuna Köln den Aufstieg ihrer Mannschaft in die dritte Liga.