Der Zoll hat in Köln bei einem Großeinsatz zahlreiche Verdachtsfälle auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße aufgedeckt.
Großeinsatz in KölnZoll kontrolliert bei Konzert der Toten Hosen und in der Gastronomie

Der Kölner Zoll (Symbolfoto) hat auch beim Konzert der Toten Hosen im Rheinenergie-Stadion am Freitagabend (17. Juli) Kontrollen durchgeführt.
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Mit 75 Einsatzkräften hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Kölner Zolls am Freitagabend (17. Juli) gezielt Gastronomiebetriebe überprüft. Laut einer Mitteilung wurden 17 Gaststätten und Imbisse in Köln sowie im Großraum Bonn und Bergisch Gladbach kontrolliert und dabei 86 Beschäftigte befragt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Kontrolle des Sicherheits- und Gastronomiepersonals beim Konzert der Toten Hosen im Kölner Stadion. Gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und der Gewerbeabteilung der Stadt Köln wurden 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 27 Firmen überprüft.
Bilanz des Einsatzes: Bei jedem Fünften gibt es erste Hinweise
Bei den Kontrollen seien bei jedem fünften Beschäftigten erste Hinweise auf Verstöße festgestellt worden, teilte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln, mit. „Vorrangig geht es um Schwarzarbeit, Sozialleistungsmissbrauch und Mindestlohnunterschreitung“, so Ahland.
Die vorläufige Bilanz des gesamten Einsatzes: Vier Personen wurden ohne die erforderliche Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen. Gegen sie und ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In elf Fällen gab es Hinweise auf Mindestlohnverstöße, in 34 Fällen auf Schwarzarbeit und in vier Fällen auf Sozialleistungsmissbrauch.
Die Befragungen seien aber nur der Einstieg, erklärte Ahland weiter. Erst nach tiefergehenden Prüfungen der Geschäftsunterlagen werde sich der Verdacht bestätigen oder ausräumen lassen. Die Auswertungen dauern an. (red)