Seit Jahren bemüht sich der Bürgerverein Urbach darum, den Bewohnern und Bewohnerinnen des Porzer Stadtteils ein attraktiveres und zugleich umweltgerechteres Umfeld zu bieten. 13 öffentliche Beet- und Grünflächen sowie drei Wildblumenwiesen für Bienen und andere Insekten hat er an Orten geschaffen, wo früher bloß Gras wuchs. Durch neu gepflanzte Bäume hat er den Lebensraum für Vögel und andere heimische Arten bereichert.
Sein Engagement ist damit belohnt worden, dass er beim Wettbewerb zum Umweltschutzpreis der Stadt Köln den ersten Platz in der Kategorie Allgemeiner Umweltschutzpreis belegt hat und 3000 Euro bekommt. Am Freitag haben Oberbürgermeister Torsten Burmester und Umweltdezernent William Wolfgramm alle Preisträger im Zoo geehrt. „Wir haben Preise zu verleihen, die auf die Zukunft einzahlen, auf eine gemeinsame Zukunft und eine intakte Umwelt“, sagte Burmester. Mit der Vergabe wolle die Stadt dazu motivieren, „dass Sie sich weiterhin engagieren und andere mitnehmen. Jeder Beitrag zum Umweltschutz zählt.“
Erhaltung und Verbesserung von Lebensbedingungen wurden ausgezeichnet
Erstmals wurde der Preis 1978 verliehen. Insgesamt waren nun 10.000 Euro in den Kategorien Allgemeiner Umweltschutzpreis und Kinder-, Jugend- und Schulgruppen zu vergeben. Ausgezeichnet wurde das Engagement, Projekte zu entwickeln oder zu betreuen, die zur Erhaltung der natürlichen Lebensbedingungen oder zur Verbesserung der Umweltsituation beitragen. In diesem Jahr stellte die Sparkasse Köln-Bonn zusätzlich 2000 Euro für die Kategorie Kinder-, Jugend- und Schulgruppen bereit.
Den zweiten Platz beim Allgemeinen Umweltschutzpreis belegt die Erntegemeinschaft SoLaWi mit ihrer „Solidarischen Landwirtschaft“. Die Mitglieder teilen sich als Verbrauchergemeinschaft die Kosten und Risiken des gärtnerischen Betriebes und erhalten dafür im Laufe des Jahres regionales Bio-Gemüse direkt vom Feld. Der ökologische Anbau fördert die Artenvielfalt. Zudem vermittelt der Verein Kenntnisse zum ökologischen Landbau und zur saisonalen Ernährung an Erwachsene und Kinder.
Hansagymnasium gewinnt in der Kategorie „Kinder-, Jugend und Schulgruppen“
Dafür gibt es ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. Der Sozialdienst katholischer Männer erhält mit dem dritten Platz ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für die Gestaltung des Unterkunftsgeländes für Geflüchtete in Ossendorf zum „Grünen Refugium“. Durch eine dem Klima angepasste Bepflanzung wurde der Lebensraum naturnah gestaltet, sodass die Bewohner und Bewohnerinnen die Möglichkeit haben, Natur unmittelbar zu erleben.

Schülerinnen und Schüler des Hansagymnasiums erhielten den ersten Preis für ihre Projekte zur Müllvermeidung und -trennung.
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Für seinen Beitrag zu „Müllvermeidung und Umweltschutz“ hat das Hansagymnasium in der Kategorie „Kinder-, Jugend und Schulgruppen“ den ersten Preis erhalten, der mit 2000 Euro ausgestattet ist. Im Rahmen des Erdkundeunterrichts haben Schüler und Schülerinnen der achten Jahrgangsstufe Projekte rund um Müllvermeidung und -trennung initiiert und ihre Mitschüler über den nachhaltigen Umgang mit Abfall informiert. Aufklärungs- und Informationsvideos zeigen, wie man mit kleinen Veränderungen im Alltag die Umwelt schützen kann.
Auf den zweiten Platz geschafft hat es die Sankt-Nikolaus-Grundschule in Zollstock. Sie erhält die Auszeichnung „Weltretterbandenschule“ für nachhaltige Umweltbildung. Die Jungen und Mädchen engagieren sich beim Reinigen des Veedels und lernen so Mülltrennung und -vermeidung. In den Kreativwochen erfahren sie, wie sich Abfall zu neuen Produkten verarbeiten lässt. Auch die Pflege des Schulhofs schärft das Umweltbewusstsein. Die Schule erhält ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro.
Das gilt ebenso für die Grüngürtelschule, die den dritten Platz belegt. Deren Umwelt-AG hält seit vier Jahren für die dritten und vierten Klassen ein wöchentliches Angebot mit wechselnden Projekten zu Umwelt- und Naturschutz bereit. Durch Exkursionen, Aktionen zum Artenschutz und zur Müllvermeidung wird ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt gefördert.
Den vierten Platz teilen sich die Europa- und die Pestalozzischule, die jeweils 500 Euro bekommen. Schüler und Schülerinnen der Europaschule haben Ideen entwickelt, wie Müll reduziert werden kann, und vermitteln ihr Wissen über Kunststoff, die Entstehung von Plastikmüll und Mikroplastik an die Mitschüler. Im Rahmen von jährlichen Müllsammelaktionen befreien die Schüler und Schülerinnen der Pestalozzischule das Schulumfeld von Abfall und setzen sich durch Aufklärung und kreative Projekte mit dem Thema Müll auseinander.

