- Brandstiftung, Belästigung: Die Kinder in der Kita Geraer Straße müssen viel ertragen.
- Die Stadt stünde in der Pflicht, schnell und unbürokratisch zu helfen.
- Die KVB macht vor, wie es geht. Nun ist die Stadt am Zug. Ein Kommentar
Höhenhaus – Wenn Eltern ihre Kinder am Kita-Tor abgeben, dann nicht ohne eine große Portion Vertrauen. Vertrauen in das Personal, das Umfeld, die Einrichtung, den Träger des Kindergartens.
Vor der Kita Geraer Straße haben nachts immer wieder Autos gebrannt, ebenso ein Busch auf dem Gelände. Offensichtlich Brandstiftung. Männer belästigen Kinder und Personal. In solchen Zeiten kommt den Verantwortlichen eine noch größere Verantwortung zu als ohnehin schon.
Es wäre gerade nun die Pflicht der Stadt als Träger, schnell und unbürokratisch zu helfen. Stattdessen verweist man auf laufende Mietverhandlungen. Deshalb hätte man das Problem noch nicht intensiver angehen können. Doch, hätte man. Und wenn es nur symbolisch gewesen wäre. Wenigstens das Signal: Wir verstehen, wir helfen euch.
Natürlich: Die – zugegebenermaßen sehr langwierigen – Verhandlungen erschweren eine langfristige Lösung. Kurzfristige Lösungen haben bisher kaum Erfolg gezeigt. Doch dann soll es die beste Lösung sein, erst einmal gar nichts zu machen? Ganz gewiss nicht. Dass das Jugendamt außerdem Gesprächsbitten der Elternvertreter versanden ließ, passt leider nur ins Gesamtbild.
Den Anfang macht die KVB
Wie einfach es ist, schnell und unbürokratisch zu helfen, hat die KVB bewiesen: Obwohl dafür eigentlich die Stadt zuständig wäre, haben die Verkehrsbetriebe zugesichert, binnen weniger Tage einen Sichtschutz am Haltestellengebäude anzubringen. Es löst nicht das eigentliche Problem, aber es ist ein Anfang. Nun wäre die Stadt am Zug.

