Wo feiert man den Sessionsauftakt am besten? Diese Frage stellen sich die Jecken jedes Jahr aufs Neue, wenn der Elfte im Elften näher rückt. Vor allem jüngere Menschen hatten zuletzt den Eindruck, ihnen bleibe nur das Herumstehen auf der Zülpicher Straße.
Gedränge vor den Kneipen, Musik aus der Bluetooth-Box, Getränke aus der PET‑Flasche und nach dem ersten Schauer völlig durchnässt: Ist das der Karnevalsstart, den man sich wünscht?
Halle Tor 2: Kamelle-Festival feiert am 11.11. Premiere
Festkomitee-Präsident Lutz Schade hatte sich unmittelbar nach seiner Wahl zu dem Thema geäußert: „Wir wollen die jungen Menschen auf der Zülpicher Straße für den Karneval gewinnen, aber dafür braucht es andere Angebote als die bisherigen. Wir brauchen Formate, die lockerer sind als eine klassische Sitzung, wo man von abends bis nachts auf seinem Platz sitzt und höchstens mal zur Theke geht.“
Für Schade hat die Frage nach wie vor einen hohen Stellenwert. Neu im erweiterten Vorstand des Festkomitees ist Britta Nassenstein. Gemeinsam mit dem Präsidenten wird sie sämtliche Veranstaltungen besuchen, die sich an ein jüngeres Publikum richten, um sich ein genaues Bild zu machen.
Auf dieser Route steht nun auch das Kamelle-Festival, das am 11.11.2026 erstmals in der Halle Tor 2 stattfindet. Damit erhält der Kölner Sessionsstart eine völlig neue Facette: Festival-Atmosphäre, Kneipen- und Straßenkarneval an einem Ort unter einem Dach. Zwölf Stunden lang müssen die Gäste weder frieren noch weiterziehen oder vor der nächsten Kneipe Schlange stehen.
Von 10 bis 22 Uhr gilt das Motto „Karneval trifft Festival“. Auf der Bühne stehen unter anderem Druckluft, Grüngürtelrosen, Mo-Torres und King Loui, dazu Frenzy, Aquagen und Toni Mogens. Ebenfalls im Line-up: Malle Anja („Der Zug hat keine Bremse“) und Carpoolboyy, ein deutscher DJ, Influencer und Musik‑Creator.

Die Jungs von Malle Anja sind am Ballermann zu Stars geworden. Auch sie werden beim Kamelle-Festival für Stimmung sorgen.
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Das Karnevalsprogramm umfasst zudem Kempes Feinest, die spektakuläre Tanzgruppe Höppemötzjer sowie DJ René Pera, der Karnevals- und Clubsounds mischt wie kein anderer. Für Abwechslung auf dem Gelände sorgen eine Mainstage, eine DJ-Stage und eine Bühne für Karaoke und Mitsingen. Hinzu kommen zahlreiche Aktionen zum Mitmachen.
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Erst vor Kurzem hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sie nicht länger nach Ausweichflächen für die Zülpicher Straße sucht. Über lange Zeit war ein Hotspot außerhalb der Stadt gesucht worden, der für Entlastung sorgen sollte. Entwickelt sich nun die Halle Tor 2 zum gesuchten Treffpunkt für die 20- bis 35-Jährigen?

Beim Kamelle-Festival wird es eine Mischung aus Karnevals- und Festival-Atmosphäre geben.
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Auf Nachfrage äußerte sich das Rathaus: „Es war immer schon der Wunsch, die Hoffnung und die Überzeugung der Verwaltung, dass Karneval sich nicht auf die Hotspots im Kwartier Latäng und in der Südstadt oder in der Altstadt konzentriert, sondern auch dezentral in den Veedeln gefeiert wird.“ Und weiter: „Insofern begrüßt die Stadt Köln alle Initiativen, die dazu beitragen können, die Situation in den Hotspots zu entzerren.“
Das Kamelle-Festival findet am 11.11.2026 von 10 bis 22 Uhr in Die Halle Tor 2 am Girlitzweg statt, Einlass ist ab 9.30 Uhr. Zutritt haben Besucherinnen und Besucher ab 18 Jahren, ein Kölsch kostet 2,50 Euro. Das Gelände ist vollständig überdacht und damit wettersicher. Tickets gibt es bei rausgegangen. (red)

