„Man wird uns Vorhaltungen machen“Kölner Stadtdirektorin verteidigt Feierkonzept

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Andrea Blome

Stadtdirektorin Andrea Blome stellte sich Fragen im Integrationsrat.

Köln – Stadtdirektorin Andrea Blome hat das Feierkonzept der Stadt trotz des Krieges in der Ukraine verteidigt. Es sei zwar ein „seltsamer Tag“, an dem es sich falsch anfühle, Karneval zu feiern, sagte sie am Nachmittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus und sprach von einem „krassen Gegensatz der Bilder“. Die Menschen wären aber ohnehin nach Köln gekommen, um zu feiern, betonte sie: „Wir müssen den Realitäten ins Auge schauen.“ Die Entscheidung, nicht alle Feiern zu unterbinden oder zu verbieten, sei der Stadtspitze nicht leicht gefallen.

„Man wird uns Vorhaltungen machen“

Auch mit Hinblick auf die in Köln entstehenden Bilder von feiernden Menschen mahnte Blome zu einem realistischen Blick. „Die Bilder können wahrscheinlich viele außerhalb Kölns nicht nachvollziehen. Man wird uns Vorhaltungen machen“, sagte sie. Mit Blick auf die Lage in der Ukraine mögen die „ganz besonders krass“ werden. „Das tut auch weh“, sagte Blome.

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Ordnungsamts-Leiter Wolfgang Büscher sprach auf der Pressekonferenz von einem „bizarren Tag“. Das Feiern sei vor allem für junge Menschen aber nach zwei Pandemie-Jahren eine Art „Ventil“. Die Stadt als fiktiver Veranstalter der Feiern im Zülpicher Viertel hätte sich nicht „aus der Verantwortung stehlen können“, sagte Büscher weiter. Die Kölnerinnen und Kölner hätten aber „ein Gespür dafür“, was sich gerade weltpolitisch verändere und würden – ebenso wie Gastronomen – in den nächsten Tagen womöglich auf das Feiern verzichten.

Ins Zülpicher Viertel sind bis zum Mittag nach städtischen Angaben etwa 15.000 Menschen zum Feiern gekommen. Als gegen 12 Uhr die Zugänge abgesperrt wurden, sei die Feiermeile etwa so voll gewesen wie am 11.11., sagte Ordnungsamts-Leiter Wolfgang Büscher auf einer Pressekonferenz am Donnerstag im Rathaus.

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