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„Kölle singt“-JubiläumAn diesen ungewöhnlichen Orten überrascht Björn Heuser seine Fans

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Zum 10. Jubiläum des Mitsings-Spektakels „Kölle singt“ hatte sich Björn Heuser etwas Besonderes überlegt. Der Liedermacher kam zu seinen Fans.

Normalerweise kommen die Menschen zu ihm, um voller Begeisterung kölsche Lieder zu singen. Ob seit 18 Jahren immer freitags im Gaffel am Dom oder schon seit zehn Jahren jährlich in der Lanxess-Arena: Björn Heuser (44) sorgt überall für großartige Mitsing-Momente.

Am 27. September 2026 feiert das XXL-Gänsehauterlebnis „Kölle singt“ Jubiläum. Bevor es in Deutschlands größter Multifunktionshalle wieder die ganz große Dosis kölsches Jeföhl geben wird, drehte der Liedermacher den Spieß einfach mal um.

„Kölle singt“: XXL-Mitsingerlebnis am 27. September in der Lanxess-Arena

Der Sänger überraschte Menschen und stimmte an absolut ungewöhnlichen Orten mit seiner Gitarre die musikalischen Klassiker der Stadt an.

Hier Karten für „Kölle singt“ 2026 sichern: „Kölle singt“ am 27.9.2026 in der Lanxess-Arena.

„Es gibt wenig Stellen, an denen ich noch nicht gespielt habe. An diesem Tag habe ich tatsächlich einige Premieren gefeiert. Das hat ihn ganz besonders gemacht“, sagte er nach sechs intensiven Stunden.

Los ging die Reise am Morgen am Flughafen Köln-Bonn. Am Gate D10 warteten die Passagiere auf den Abflug von Flug FR 7212 nach Palma. Doch bevor das Boarding begann, schnappte sich „Kölle singt“-Moderator Lukas Wachten das Mikrofon und verkündete die Überraschung.

Lukas Wachten bei einer Ansage am Flughafen-Gate.

Mitveranstalter und „Kölle singt“-Moderator Lukas Wachten machte die Ansage für Björn Heuser am Flughafen-Gate.

Heuser zog mit seiner Gitarre durch die wartenden Fluggäste und stimmte „Buenos dias, Matthias“ an. Sofort wurde in der Wartezone gesungen und geschunkelt. Eigentlich hatte der Mitsing-König nur einen Titel geplant. Aber die lauten „Zugabe“-Rufe machten deutlich, dass der Spaß weitergehen sollte.

Und so sangen alle vor dem Gang ins Flugzeug auch noch „En unserem Veedel“. Wachten kommentierte das Spektakel am Ende noch einmal durch das Flughafen-Mikrofon: „Nach diesem Erlebnis steigen doch alle bestens gelaunt in die Maschine. So etwas wäre in Düsseldorf nicht möglich gewesen.“

Björn Heuser singt am Flughafen-Gate für die Passagiere.

Die Passagiere des Mallorca-Flugs sangen am Gate mit und forderten von Björn Heuser eine Zugabe.

„Vom Friedhof bis zum Kaufhaus, vom Bahnsteig bis zum Abwasserkanal habe ich schon alles bespielt“, sagte Heuser nachher begeistert. „Aber am Flughafen war das auch für mich etwas Neues.“

„Ich liebe kleinere Rahmen, dann ist man viel näher an den Leuten dran. Dabei habe ich schon sehr bewegende Momente im Kinderhospiz erlebt. Ich spiele auch regelmäßig für Demenzkranke. Bei alten Ostermann-Liedern funkeln dann immer deren Augen.“

Björn Heuser in der Hutwerkstatt von Elke Tombers.

In der historischen Hutwerkstatt Diefenthal1905 am Freisenwall freute sich Elke Tombers über den musikalischen Gruß.

Björn Heuser singt in Köln-Weiden

Weiter ging die Reise zum Hut-Fachgeschäft Diefenthal1905 am Friesenwall. Elke Tombers hatte sich ein Ständchen an ihrem Arbeitsplatz in der Hutwerkstatt gewünscht. Passenderweise sang Heuser bei ihr natürlich seinen Song „Minge ahle Hoot“.

Anschließend stand der Park-and-Ride-Parkplatz in Weiden auf der Route. Von dort machten sich die FC-Fans im Bus auf den Weg zum Auswärtsspiel. Vor der Abfahrt sangen alle gemeinsam die Hymne.

Björn Heuser singt die FC-Hymne im Fanbus.

Vor der Abfahrt des FC‑Fanbusses in Weiden stimmte der Liedermacher zusammen mit den Anhängerinnen und Anhängern die FC-Hymne an.

Äußerst kurios lief auch der Auftritt im Brauhaus „Em Kölsche Boor“ ab. Koch Chris wurde von seiner Frau überrascht, die sich für den Heuser-Besuch beworben hatte. Mitten in der Küche wurde deshalb zu „Am Eigelstein es Musik“ geschunkelt. Nach dieser Einlage schmeckte das Kölsch doppelt so gut.

Björn Heuser singt für Koch Chris im Brauhaus.

Im Brauhaus „Em Kölsche Boor“ am Eigelstein sang Björn Heuser (l.) Koch Chris ein Ständchen.

Schließlich gab es auch noch an der Severinstorburg eine spontane Gesangseinlage. Als Dominik Achenbach nach dem Ja-Wort mit seiner Frau Laura herauskam, gab es passend zum Sektempfang „Drink doch eine met“. Als Zugabe hatte der Liedermacher auch noch „Unsere Stammbaum“ auf Lager.

Bleibt dem Paar zu hoffen, dass es ihm nicht so geht, wie einem anderen. „Ich wurde mal für eine Scheidungsparty gebucht“, verriet der Sänger. „Die Frau war so glücklich und hat es ordentlich krachen lassen.“

In vielen Ländern wie China, den USA, Portugal, Italien und England hat der Komponist schon gesungen. Aber natürlich ist er hauptsächlich in Köln zu hören. Diese Rallye durch seine Stadt war auch für ihn ein Novum. „Die Mitsing-Stimmung war überall genial“, sagte Heuser nach dem wilden Tag. „Jetzt kann ich’s kaum erwarten, bis endlich der 27. September da ist. Das wird fantastisch.“

„Kölle singt“ 2026 mit Henning Krautmacher und Michael Kuhl

In den verbleibenden Tagen wird noch der letzte Schliff ans Programm gelegt. „Das wird dem Jubiläum gerecht“, verspricht der 44‑Jährige. „Wir haben tolle Gäste, neue Elemente, die es bisher nicht gab. Der Abend wird Emotionen hervorrufen und es wird für jeden etwas dabei sein.“

Beim Zehnjährigen von „Kölle singt“ wird auch Ex-Höhner-Frontmann Henning Krautmacher mit dem Inklusions-Chor dabei sein. Außerdem ist Sänger und Trompeter Michael Kuhl Teil des Programms. „Es geht in diesem Jahr noch mehr um das gemeinschaftliche Singen. Dass wir jetzt das 10-Jährige feiern können und so viele Menschen dabei sein wollen, ist eine Riesen-Ehre.“