Das Schokoladenmuseum eröffnet einen neuen Museumsshop und setzt dabei auf ein kuratiertes Konzept: Natürlich rund um Schokolade.
Schoko-Kölsch und Schoko-Dom„Chocolat“-Shop im Schokoladenmuseum neu eröffnet

Das neue Museumsgeschäft soll mehr als nur ein reiner Souvenirshop sein.
Copyright: Maxi Gaiser
Selten wurde an einem Abend öfter das Wort Schokolade benutzt, als am vergangenen Donnerstag. Doch der Anlass verlangte dies wohl: Die Eröffnung des neuen „Chocolat“-Shop im Schokoladenmuseum. Hinter einem roten Vorhang verbarg sich das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit: Ein Laden voller Schokolade, der laut Shop-Geschäftsführerin Anika Schön mehr sein soll als ein reines Souvenirgeschäft.

Der Shop stellt die Vielfalt der Schokoladenwelt aus.
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Zur feierlichen Eröffnung fanden sich im Foyer des Schokoladenmuseums neben Gästen aus der Kölner Stadtgesellschaft auch Gäste ein, die Rang und Namen in der Süßwarenbranche haben. Als eines der erfolgreichsten Museen in ganz Nordrhein-Westfalen mit mehr als 700.000 Besuchenden im vergangenen Jahr, gehört das Schokoladenmuseum fest zu Kölns Attraktionen. „Unser Museum verbindet: Kultur und Erlebnis, Köln und Schokoladenbranche. Wir zeigen hier, welche Verantwortung wir alle entlang der Wertschöpfungskette von Schokolade haben“, so Annette Imhoff, Geschäftsführerin des Schokoladenmuseums.
Nicht als klassischer Souvenirshop gedacht
Als Anfang 2024 der damalige Betreiber des Museumsshops insolvent ging, drohte das Museum, einen essenziellen Bestandteil zu verlieren, so Imhoff: „Unser Shop ist nicht einfach der Ausgang, sondern die Fortsetzung des Erlebnisses, der Moment, in dem unsere Gäste etwas mitnehmen, das bleibt: Einen Geschmack, eine Erinnerung, ein kleines Stück Schokoladenmuseum für zu Hause.“ Sie verstehe den Shop als den Ort, an dem sich das in der Ausstellung Gelernte in etwas zum Anfassen verändere.
Besucht werden kann der Shop aber auch ohne Museumsticket. Shop-Geschäftsführerin Anika Schön stimmt Imhoff zu: „Statt eines klassischen Souvenirshops handelt es sich hier eher um eine inhaltliche Verlängerung eines Erlebnisses, das letzte Kapitel des Museumsbesuchs. Hier zeigen wir die Vielfalt der Schokoladenwelt.“
Shop bietet so manche Schokoladen-Innovation
Dafür gründete das Museum die Schokoladenmuseum-Shop GmbH, die sich um die Konzeption, Ausgestaltung und den Betrieb des Shops kümmern soll. „Diese Entscheidung war auch mit Risiko verbunden, denn wir konnten auf keinerlei Erfahrung und keine Strukturen zurückgreifen. Wir fragten uns: Trauen wir uns zu, diesen wichtigen Teil des Besuchserlebnisses selbst zu verantworten, obwohl wir keinerlei Handelsexpertise hatten?“, erinnert sich Imhoff. Als sich der Vorhang nach einem Countdown dann endlich lüftete, war klar, dass diese Frage wohl mit „Ja“ beantwortet worden war.
Neben bekannten Klassikern wie den handgeschminkten Schokoladen-Hohlfiguren findet sich im neuen Shop auch die ein oder andere Innovation des Schokoladenmarktes. Von Schoko-Limonade über Schoko-Zigarren bis hin zum Schoko-Kölsch kann alles im neu gestalteten Shop erworben werden. Für Schön gibt es ein besonderes Highlight: „Wir stellen hier im Museum täglich Schokolade her. Deswegen haben wir hier im Shop eine Frischetheke eingebaut. Frischer geht´s eigentlich nur, wenn man direkt in den Schokobrunnen springen würde.“ Da dies aber aus versicherungstechnischen Gründen weiterhin verboten sei, sorgte im Laufe des Abends für einen umso größeren Andrang an der Frischetheke.
