Köln – Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) müssen sich ab Januar 2019 einen neuen Vorstandsvorsitzenden suchen. Jürgen Fenske will seinen zum 31. Dezember 2018 auslaufenden Vertrag nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ nicht ausweiten.
Das teilte er dem Aufsichtsrat am Freitag mit, nachdem dieser den Vertrag vorzeitig verlängern wollte. Der 62 Jahre alte Fenske bezeichnete dem Vernehmen nach persönliche Gründe als ausschlaggebend für seine Entscheidung, Ende des kommenden Jahres aus dem Unternehmen ausscheiden zu wollen.
Wer Nachfolger wird, ist noch nicht geklärt
Bevor Fenske 2009 nach Köln wechselte, war er unter anderem Leiter der Region Nord bei DB Stadtverkehr sowie Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg. Von 1988 bis 1991 arbeitete er als Geschäftsführer der SPD-Fraktion in Kiel. Fenske ist seit November 2009 Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen.
Kurz nach Fenskes Amtsantritt stürzte beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn im März 2009 das Stadtarchiv ein. Während seiner bisherigen Amtszeit verzeichnete die KVB immer neue Fahrgast-Rekorde, stieß gleichzeitig aber an ihre Kapazitätsgrenzen. Fenske unterstützt daher den möglichen Bau eines neuen U-Bahn-Tunnels auf der Ost-West-Achse zwischen Heumarkt und Melatenfriedhof, über den zurzeit diskutiert wird.
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Bis 2025 sieht der KVB-Chef einen reinen Sanierung- und Erneuerungsbedarf in Höhe von rund eine Milliarde Euro. Wer Fenskes Nachfolger wird, ist noch unklar.

