In der kommenden Woche werden in Köln viel Verkehr und Stau erwartet. Die Stadtverwaltung gibt deshalb konkrete Ratschläge.
Gamescom, FC-Spiel und Co.Stadt Köln warnt vor „besonders hohem Verkehrsaufkommen“

In Bahnen und auf den Straßen kommen angespannte Tage auf Köln zu.
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Die anstehende Gamescom-Messe, ein FC-Heimspiel und das Ende der Sommerferien sorgen kommende Woche für eine angespannte Verkehrssituation. Wegen Baustellen und Sperrungen dürfte diese in Köln zusätzlich groß ausfallen.
Allein bei der Gamescom werden ab Mittwoch (26. August) mehrere Hunderttausend Besucher erwartet. Zum Wochenende hin gibt es dann noch ein Heimspiel des 1. FC Köln und viele Rückkehrer aus den Sommerferien in Nordrhein-Westfalen.
Baumaßnahmen der KVB erschwert Lage
Die Lage für Besucherinnen und Besucher wird durch die Baumaßnahmen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) zusätzlich erschwert. Eine Rheinüberfahrt mit den Linien 1, 7 und 9 ist nicht möglich, da diese zurzeit wegen Bauarbeiten getrennt sind. Ebenfalls von Bauarbeiten betroffen ist die Linie 18, die deshalb nicht zwischen der Haltestelle Klettenbergpark und Bonn verkehrt.
Gerade Besucher der Gamescom müssen jedoch den Rhein überqueren, um zur Koelnmesse zu gelangen. Für die Linien 1, 7 und 9 verkehren bis zum 2. September ersatzweise Busse. Diese Situation ist für Reisende und Pendler ungünstig, zumal auch die regionale Bahnverbindung von Köln durch Leverkusen nach Düsseldorf derzeit unterbrochen ist.
KVB rechnet mit 100.000 Gamescom-Besuchern pro Tag
Die KVB äußerte sich auf Anfrage zu der voraussichtlich angespannten Situation zuversichtlich. Das Verkehrsunternehmen verwies dabei auf Vorbereitungsgespräche mit der Koelnmesse und rechnet für alle Messetage „durchgehend mit etwa gleich großen“ Besucherströmen. Pro Tag sind das laut KVB rund 100.000 erwartete Gäste.
Diese seien über die oftmals langen Wartezeiten auf der Messe informiert und konzentrierten sich deshalb „in der Tendenz“ nicht auf den Samstag und Sonntag, so Stephan Anemüller, Pressesprecher der KVB. In der Vergangenheit fiel der Besucherandrang insbesondere samstags jedoch sehr hoch aus.
Gamescom: KVB will bei Bedarf spontane Anpassungen vornehmen
Für die Fahrt über den Rhein schlägt die KVB die Nutzung der Stadtbahnlinien 3 und 4 vor, die von der Haltestelle „Neumarkt“ aus die Koelnmesse anfahren. Alternativ werden der Regionalzugverkehr vom Hauptbahnhof zum Bahnhof Köln Messe/Deutz sowie die eingerichteten Ersatzbusse der Linien 1, 7 und 9 empfohlen.

Die Stadtbahn-Linie 18 der KVB ist noch bis zum 02. September zwischen den Haltestellen Klettenbergpark und Bonn Hbf getrennt.
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„Der Ersatzbusverkehr wird für die Nachfrage ausreichen. Wir sehen, dass die Busse jetzt noch ausreichend Platz aufweisen. Soweit wird es für die größere Nachfrage zur Gamescom mit der Kapazität hinkommen“, sagt Anemüller.
Zusätzlich weist die KVB auf ihre Leihräder hin. Inhaber eines Abonnements können diese für jeweils 30 Minuten pro Fahrt kostenlos verwenden. Ohne Abo ist eine kostenpflichtige Buchung über die App der KVB oder via „nextbike“ möglich. Falls die Situation sich dennoch zuspitzen sollte, werde die KVB die Entwicklung beobachten und bei Bedarf „im Rahmen“ der verfügbaren Mittel Anpassungen vornehmen, fügte der Sprecher hinzu.
Wegen Stau in Köln: Stadtverwaltung Köln gibt Verhaltenstipps
Im Gegensatz dazu geht die Stadt Köln von einem „besonders hohen Verkehrsaufkommen“ aus, wie sie auf Anfrage mitteilte. Als Gründe nannte Sprecher Robert Baumanns besonders die Gamescom, aber auch das Gamescom City Festival, das Heimspiel des 1. FC Köln sowie zusätzliche Events.
Die Stadtverwaltung gibt mehrere Ratschläge, um ein Verkehrschaos zu verhindern. Reisende sollten sich vorab über die aktuelle Verkehrssituation informieren. Informationsquellen sind die Internetseiten der Veranstalter, der städtische Verkehrskalender oder das Online-Portal „verkehr.nrw“.
Die Stadt Köln empfiehlt nachdrücklich die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. „Es werden Empfehlungen gegeben, die betroffenen Bereiche (Deutz/Bereich Ringe) möglichst weiträumig zu umfahren“, erklärt Baumanns. Falls eine Fahrt mit dem Pkw unumgänglich ist, legt die Stadt die Nutzung von Park-&-Ride-Parkplätzen nahe, um von dort aus mit Bussen und Bahnen zum Zielort zu gelangen, erklärte der Sprecher.
Überwachung der Verkehrslage durch die Stadt
Für das Gamescom City Festival war eine Lenkung der Besucherströme in der Vergangenheit nicht erforderlich und wird auch dieses Jahr nicht erwartet, so Baumanns. Um einen stetigen Fluss der Gäste bei der Gamescom sicherzustellen, wird die Koelnmesse wiederum geschultes Personal einsetzen.
„Zusätzlich sind sie in enger Abstimmung mit den KVB, dem Team der DB-Sicherheit sowie der Bundespolizei, um die Situation am und um den Bahnhof sicher zu gestalten“, sagt Baumanns.
In der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale wird die Lage zur Entlastung des Verkehrs kontinuierlich beobachtet. Der Verkehrsfluss wird dort durch den Einsatz von leistungsfähigen Ampelschaltungen „im Rahmen der Möglichkeiten“ geregelt.
