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Eintritt für den Kölner DomPapst-Berater Manfred Lütz schlägt rheinische Lösung vor

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Ein Regenbogen über Köln endet am Kölner Dom.

Ein Regenbogen über Köln endet am Kölner Dom.

Das Eintrittsgeld für den Dom macht den „größten Missionar Kölns“ mundtot, fürchtet der Kölner Psychiater und Theologe Manfred Lütz. 

Musste das sein? Das Kölner Domkapitel, das über ein Eintrittsgeld für den Kölner Dom befinden musste, hat es sich dabei sicher nicht leicht gemacht. Man hat ihnen gesagt, dass der Dom pro Tag 44 000 Euro verschlinge und dass man das finanziell nicht mehr stemmen könne. Doch für die Kirche und auch für die Stadt hat diese Entscheidung weitreichende Konsequenzen.

Es gibt keinen einzigen Menschen in Köln, der den christlichen Glauben so wirksam und großartig verkündet wie der Kölner Dom. Wer ihn betritt, sieht den ganzen christlichen Glauben vor sich und kann geradezu körperlich dieses Aufstreben zu Gott erleben, auch als Atheist. Es gibt sicher unzählige Menschen, die im Kölner Dom zum Glauben gefunden haben oder in ihrem Glauben bestärkt wurden. Papst Leo XIV. fordert die Kirche auf, mehr zu missionieren. Der größte christliche Missionar aus Köln droht nun zu verstummen.

Dass man etwas unternehmen muss, wenn die Kosten davonlaufen, ist klar. Aber ist das Unheil noch zu verhindern? Nicht gegen das Domkapitel müsste man dann protestieren. Sondern etwas dafür tun, dass nicht bloß die Kirche, sondern auch der Staat - Stadt, Land und Bund - sowie spendenfreudige Bürger es schaffen, das Eintrittsgeld rückgängig zu machen. Auch der 1. FC Köln sollte mehr spenden, denn ohne die Gebete im Dom hätte er nie und nimmer immer wieder den Klassenerhalt geschafft.

Und sollte all das nicht helfen, gäbe es noch eine „rheinische Lösung“, die ich mit dem Rheinland-Spezialisten Konrad Beikircher besprochen habe und die auch er für machbar hält: Man erhebt 12 Euro Eintritt – kontrolliert die Karten aber nicht. Da die Rheinländer seit preußischen Zeiten gewohnt sind, Gesetze zwar zu respektieren, aber nicht zu befolgen, dürften sie und andere leichtlebige Menschen weiter ein preisgünstiges intimes Verhältnis zu ihrem Dom pflegen. Alle anderen würden korrekt ihr Ticket lösen. Das könnte dann insgesamt reichen.