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Am Sonntag auf dem ChlodwigplatzBreites Bündnis ruft zu Demo für bezahlbaren Wohnraum in Köln auf

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Köln: Ein Zettel mit der Aufschrift „Wohnung gesucht“ hängt vor Wohnhäusern. (Symbolbild)

Köln: Ein Zettel mit der Aufschrift „Wohnung gesucht“ hängt vor Wohnhäusern. (Symbolbild)

Das Kölner Bündnis kritisiert hohe Wohnkosten und fordert Maßnahmen gegen Mietwucher, um sozialen Zusammenhalt zu sichern.

Ein breites Bündnis aus Köln ruft für Sonntag, 27. September, zu einer Demonstration für bezahlbaren Wohnraum auf. Um 14 Uhr startet auf dem Chlodwigplatz eine Kundgebung. Sprecher des Bündnisses ist der Mietaktivist Kalle Gerigk, er sagt: „Die Kundgebung findet bewusst während der politischen Beratungen über den Kölner Stadthaushalt statt. Das ist zeitlich eine gute Gelegenheit, um konkret Wahlversprechen umzusetzen und zum Beispiel das Wohnungsamt besser mit Personal und Sachmitteln auszustatten, um Mietwucher überhaupt verfolgen zu können.“

Köln: Bündnis fordert mehr bezahlbaren Wohnraum

Zum Bündnis aus 24 Institutionen, Parteien und Vereinen zählen unter anderem die Kölner Linke, die Kölner SPD, die Grüne Jugend und die Mülheimer Grünen, der Stadtverband Köln des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Mieterverein Köln und der Asta der Uni Köln.

Konkret fordert das Bündnis mehr bezahlbaren Wohnraum und mehr Wohnungen in öffentlicher Hand, einen wirksamen Schutz vor Mietsteigerungen und Mietwucher sowie einen Mietennotstand anzuerkennen und zu stoppen und Zwangsräumungen zu verhindern. Es will auch, dass leerstehender Wohnraum und ungenutzte Flächen konsequent für das Wohnen mobilisiert werden und die Stadt eine Bodenpolitik umsetzt, die sich stärker am Gemeinwohl orientiert.

Bündnis: Hohe Wohnkosten gefährden Zusammenhalt

Nach Auffassung des Bündnisses gefährden hohe Wohnkosten den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Köln: Familien, Auszubildende, Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Alleinerziehende und Menschen mit geringem Einkommen fänden kaum noch bezahlbare Wohnungen. „Teure Mieten führen dazu, dass Menschen aus ihren angestammten Veedeln oder ganz aus Köln verdrängt werden“, heißt es in der Ankündigung.

Eine Petition mit 10.000 Unterschriften von Kölnerinnen und Kölnern soll am Sonntag dem Rat der Stadt Köln übergeben werden – dem auch die Bündnismitglieder Grüne, SPD und Linke selbst angehören, die zurzeit über den Stadthaushalt beraten. (juh)