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Nach langem RechtsstreitDeutzer Kirmes findet im Herbst wieder statt

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Fahrgeschäfte auf der Deutzer Kirmes.

Nach der Herbstkirmes 2024 war das Volksfest in Köln-Deutz wegen eines Rechtsstreits dreimal ausgefallen.

Die Stadt Köln hat eine Konzession für die Durchführung des Volksfests erteilt.

Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es amtlich: Der Leverkusener Schausteller Wilfried Hoffmann darf im kommenden Herbst die Deutzer Kirmes veranstalten. Die Stadt Köln hat ihm am Montag den Zuschlag erteilt. Damit kann das beliebte Volksfest auf der Deutzer Werft mit mehr als 100.000 Besuchern zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder stattfinden.

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, erhält Hoffmann eine Konzession bis Ende 2029. Damit kann er die Kirmes insgesamt sieben Mal durchführen, sie findet jeweils an Ostern und im Herbst statt. Mit der Entscheidung der Stadt endet ein jahrelanger, erbittert geführter Rechtsstreit zwischen Hoffmann und der Gemeinschaft Kölner Schausteller e. G. (GKS).

Die GKS hatte die Deutzer Kirmes jahrzehntelang ausgerichtet, musste aber 2024 erstmals einem Konkurrenten das Feld überlassen. Hoffmann hatte in dem Jahr die Konzession für die Oster- und Herbstkirmes nach einer geplatzten Vergabe und Neuausschreibung am Ende per Losentscheid erhalten.

Leverkusener Schausteller darf Deutzer Kirmes bis 2029 ausrichten

Bei der Ausschreibung der Kirmes-Konzession für fünf Jahre von 2025 bis 2029 hatte sich dann erneut die GKS im Vergabeverfahren der Stadt durchgesetzt. Doch dagegen setzte sich Hoffmann juristisch zur Wehr. Erst vor der Vergabekammer Rheinland, die die Entscheidung der Stadt Köln aber nicht beanstandete. Dann in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG), das Hoffmann Recht gab. Während der Rechtsstreit schwelte, fiel die Deutzer Kirmes dreimal aus: an Ostern 2025, im Herbst 2025 und an Ostern 2026.

In seinem Urteil hatte das OLG der Stadt Köln im Juni wesentliche Fehler im Vergabeverfahren attestiert und ihr untersagt, der GKS den Zuschlag zu erteilen. Grund waren Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht. So soll GKS-Vorstandsmitglied Otto Weber zusammen mit drei weiteren Beschuldigten aus dem Umfeld der GKS am 23. Februar 2024 Hoffmann auf der Mülheimer Kirmes am Wiener Platz verbal bedroht und physisch angegriffen haben, damit er seine Bewerbung für die Deutzer Kirmes zurückzieht. Ein diesbezügliches Verfahren stellte das Amtsgericht Köln im Februar 2026 gegen Zahlung von Geldauflagen ein. Zum anderen kann eine Sprachnachricht Webers vom Januar 2024 als Boykottaufruf verstanden werden.

Hoffmanns Sprecher Hugo Winkels begrüßte die Entscheidung der Stadt Köln, er sagte: „Wir freuen uns auf eine familienfreundliche Kirmes am bewährten Ort und blicken nach vorn und nicht zurück.“ Man beginne jetzt mit den konkreten Planungen, zeitlich sei „alles im grünen Bereich“ für die Herbstkirmes. „Wir sind offen für eine Zusammenarbeit mit allen Schaustellern, die Interesse an der Deutzer Kirmes haben“, betonte Winkels. „Alle sind herzlich willkommen.“ Das gute Verhältnis mit den Anwohnern, das man sich 2024 erarbeitet habe, wolle man ausbauen und lege auf Sicherheit und Sauberkeit großen Wert.